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Babys mit Musik beruhigen

Tipps für mehr Entspannung und schnelles Einschlafen
Musik kann sich positiv auf die Gefühle und die Stimmung von Babys auswirken. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind mit Melodien beruhigen und Kinderlieder sowie Instrumente zur Interaktion einsetzen.

Musik ist die erste Sprache, die Babys verstehen

Können Babys Musik bereits im Mutterleib wahrnehmen? Welche Auswirkungen haben Melodien und Rhythmus auf die Entwicklung des Kindes und wie unterscheiden sich Kinderlieder von anderen Songs? Antworten auf diese Fragen liefern die folgenden Fakten über den Einsatz von Musik in der Baby- und Kleinkinderziehung.

Hoher Wiedererkennungswert: Musik während der Schwangerschaft

Viele Schwangere kennen das: Sie hören Ihre Lieblingsmusik und Ihr Baby fängt im Bauch regelrecht an zu tanzen. Der Bewegungsdrang in diesen Momenten ist kein Zufall. Denn die Kleinen können etwa ab der 24. Schwangerschaftswoche Geräusche von außen wahrnehmen und reagieren auf Melodien und Rhythmen.

Babys können die Musik aber nicht nur wahrnehmen, sondern sich sogar nach der Geburt daran erinnern. Wenn Sie Ihrem Kind also bereits im Babybauch Ihre Lieblingslieder vorspielen, dann wird es diese als Neugeborenes wiedererkennen. Was genau Babys im Mutterleib hören und wie sie diese Informationen abspeichern und verarbeiten, ist allerdings nicht genau bekannt.

Das Gerücht, wonach das Vorspielen von klassischer Musik die Kinder intelligenter macht, lässt sich durch Untersuchungen zwar nicht belegen. Studien legen jedoch nahe, dass ruhige und klassische Musik von Babys als besonders angenehm empfunden wird. Dieses Wissen können Sie nutzen, indem Sie Ihrem Kind während der Schwangerschaft beruhigende Musik über Kopfhörer auf dem Babybauch vorspielen und die gleichen Stücke nach der Schwangerschaft abspielen, wenn Sie es beruhigen wollen.


Musik wirkt beruhigend und hilft beim Einschlafen

Schon während der Schwangerschaft nimmt Ihr Baby Musik wahr. Als Neugeborenes kann es diese Melodien sogar wiedererkennen.

Klangfarbe der Stimme als Bezugspunkt

Schon während der Schwangerschaft können Sie mit Ihrem Baby sprechen und es bereits an Ihre Stimmfarbe gewöhnen. Denn auch nach der Geburt wird es sich an deren Klang erinnern können und so eine noch intensivere Beziehung zu Ihnen aufbauen.

Dem Baby im Bauch etwas vorsingen

Reden und singen Sie schon vor der Geburt mit Ihrem Baby. Die Klangfarbe der Stimmen ihrer Eltern gehört für Neugeborene nach der Geburt zu den wichtigsten Bezugspunkten. Zusätzlich können Sie während der Schwangerschaft eine Spieluhr an Ihren Bauch halten. Falls Sie Ihr Baby später einmal nicht in den Schlaf singen können, hilft die bekannte Melodie dabei, das Kind zu beruhigen.

Darf man bei Babys oder Kleinkindern hierfür hin und wieder auch Kopfhörer verwenden? Seien Sie sich darüber bewusst, dass das Gehör von Babys sehr empfindlich ist. Achten Sie darauf, dass es keiner akustischen Dauerbelastung ausgesetzt ist. Für Erwachsene gilt laut Experten eine Lautstärke von 80 Dezibel als unbedenklich, für Kleinkinder gibt es hierzu bislang keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Kinderkopfhörer sind nach EU-Norm zwar auf eine maximale Lautstärke von 85 Dezibel begrenzt. Bei langem Gebrauch kann ein Risiko von Hörschäden jedoch nicht ausgeschlossen werden. Der Hörspaß mit Kopfhörern sollte daher nur unter elterlicher Aufsicht stattfinden und auf wenige Minuten begrenzt werden. Regeln Sie die Lautstärke immer deutlich herunter und lassen Sie Ihr Kind auf keinen Fall selbstständig am Lautstärkeregler spielen.



Die beste Pflege für die Kleinsten

Wie Musik Ihr Baby durchs Leben begleitet

Der Herzschlag der Mutter ist die erste „Musik“, die ein Baby wahrnimmt. Es entwickelt also von der ersten Sekunde an ein Rhythmusempfinden. Studien haben gezeigt, dass Babys, die mit Musik aufwachsen, schneller lernen und sich insgesamt besser entwickeln. Kinder, die täglich singen, schneiden beispielsweise bei Einschulungstests besser ab.

Kinderlieder helfen beim Entspannen und Einschlafen

Haben Sie sich während der Schwangerschaft bei einer bestimmten Musikrichtung entspannt? Dann hat sich dieses gute Gefühl mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf Ihr Ungeborenes übertragen. Ihr Baby wird diese Musik dann automatisch als angenehm empfinden.

Beim Vorsingen von Liedern wird Sie Ihr Kind deshalb ganz genau beobachten. Anhand Ihrer Mimik und Ihres Tonfalls kann es nämlich gut verstehen, welche Stimmung und Gefühle transportiert werden sollen. Das Vorsingen vertrauter Schlaflieder ist zudem besonders gut geeignet, um die Kleinen zu beruhigen – vor allem beim Einschlafen helfen solche Routinen.

Wenn Sie mit Ihrem Baby Musik machen, muss es also nicht unbedingt Mozarts kleine Nachtmusik sein. Die Musik, die Sie schön finden, wird auch Ihr Baby mögen. Grundsätzlich gilt, dass jede Art von gemeinsamem Musizieren in Form von Singen, Lachen, Tanzen oder Klatschen gut für Ihr Kind ist: Es kann die sprachliche Entwicklung des Kindes fördern und die Koordination bei Bewegungen stärken. Wiederkehrende Rhythmen oder Texte, wie etwa ein Refrain, geben den Kindern ein Gefühl von Wiedererkennen und Sicherheit.

Wenn Sie an Ihre eigene Kindheit zurückdenken, werden Sie sich vielleicht noch an einige besondere Lieder erinnern, die Ihre Eltern Ihnen vorgesungen haben. In dem Moment des Einschlafens sind Babys ganz auf die Stimme von Mama oder Papa konzentriert, und die einprägsamen Melodien begleiten sie häufig ein Leben lang. Kennen Sie noch alle Stücke in unserer Liste der schönsten Schlaflieder?

Die schönsten Schlaflieder

  • La Le Lu
  • Schlaf Kindlein, schlaf
  • Weißt du, wieviel Sternlein stehen
  • Guten Abend, gut' Nacht
  • Der Mond ist aufgegangen
  • Nun ruhen alle Wälder
  • Sandmann
  • Still, Still, Still, weil's Kindlein schlafen will
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