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Babybauch berühren, streicheln und massieren: Anleitung und Tipps

Wie Eltern mit dem Baby im Bauch interagieren können
Berühren, Streicheln, Massieren: Der Babybauch ist mehr als nur ein Symbol für ein neu entstehendes Leben. Über ihn können Eltern eine erste Bindung zum ungeborenen Kind aufbauen.

Der schönste Bauch der Welt

Jeder Babybauch ist einmalig. Doch ganz egal, ob flach, groß oder klein: Er ist der erste bewusste Berührungspunkt zwischen Eltern und Kind. In der Geborgenheit des mütterlichen Bauches entwickeln sich während der Schwangerschaft nach und nach die Sinne, sodass Babys mit der Zeit immer empfänglicher für Interaktion mit Mama und Papa werden.

Kein Bauch ist wie der andere

Auch wenn sich der Babybauch sich bei jeder Frau unterschiedlich schnell entwickelt: Das Ungeborene ist ab der 8. Schwangerschaftswoche für Berührungen von außen empfänglich.

Entwicklung des Babybauchs

Ein prüfender Blick und dann der erstaunte Ausruf: „Man sieht ja noch gar nichts!“ So oder ähnlich erleben viele schwangere Frauen den Moment, wenn sie das erste Mal von ihrem Babyglück erzählen. Während der ersten Schwangerschaftswochen ist vom Babybauch tatsächlich noch nichts zu sehen. Die erste Wölbung wird meist erst ab der 10. Schwangerschaftswoche sichtbar. Manchmal dauert es bis dahin sogar bis zur 19. Schwangerschaftswoche – kein Grund, sich Sorgen zu machen.

Auch der weitere Wachstumsverlauf ist individuell verschieden. In der Regel ist der Babybauch aber ab dem 4. Schwangerschaftsmonat für Außenstehende deutlich sichtbar. Weil sich die Haut durch das schnelle Wachstum so stark dehnt, können jetzt die ersten Schwangerschaftsstreifen sichtbar werden. Mit der richtigen Pflege lässt sich den ungeliebten Dehnungsstreifen vorbeugen.

Während der Babybauch wächst, schreitet auch die Entwicklung des Kindes voran. Der Bauch ist jetzt das erste Kontaktmedium zwischen Eltern und Baby. Bereits ab der 8. Woche kann es Veränderungen in seiner Umgebung spüren und reagiert auf Reize von außen wie z. B. sanfte Babybauchmassagen und Berührungen.



„Hallo Baby!“ – „Hallo Mama!“: Der Bauch als Kommunikationsmittel

Den Großteil der Schwangerschaft schwimmt das Ungeborene frei im Fruchtwasser der Gebärmutter. So ist es vor starken Stößen und Erschütterungen geschützt. Gleichzeitig werden durch Berührungen des Babybauchs Vibrationen über das Fruchtwasser zum Kind übertragen.

Das Baby nimmt die liebevollen Berührungen von Mama und Papa wahr, z. B. wenn sie ihre Hand auf den Bauch legen und ihn voller Vorfreude streicheln. Genauso spürt die Mutter während der Schwangerschaft die Bewegungen und Tritte des ungeborenen Kindes. Nach und nach entwickelt das Baby im Bauch seine Sinne und kann sogar Helligkeitsunterschiede wahrnehmen, da gedämpftes Licht durch den Babybauch bis hin zum Kind durchdringt. Nicht zuletzt erreichen das Baby Geräusche aus der Umgebung wie Musik und die Stimme der Mutter.

Für Eltern besteht damit während der Schwangerschaft die faszinierende Möglichkeit, bewusst mit ihrem Baby im Bauch zu interagieren, um so eine erste Bindung zu ihm aufzubauen. Die kommunikativen Berührungen lassen sich hervorragend mit der Pflege des Babybauchs oder verwöhnenden Massagen verbinden.


Der Babybauch im Laufe der Schwangerschaft

„Jemand zu Hause?“ Wenn sich das Kind im Bauch entwickelt, reagiert es immer stärker auf vielfältige Reize von außen.

Entwicklungsstadien des Babys im Bauch

Schon früh während der Schwangerschaft nimmt das Baby viel von seiner Umgebung wahr. Die einzelnen Sinne Ihres Kindes entwickeln sich unterschiedlich schnell. Der Sehsinn ist beispielsweise erst nach der Geburt vollständig ausgebildet.

Pflege für Ihren Babybauch

Tipps für die Kontaktaufnahme mit dem Baby

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Kontaktaufnahme mit dem Baby im Bauch. Verbinden Sie die Babybauchpflege beispielsweise mit zärtlichen Berührungen beim Eincremen oder Einölen. Auch eine entspannende Babybauchmassage gefällt Mutter und Kind. Oder wie wäre es mit einer fröhlichen Melodie?

Entspannung allein oder zu zweit

Ob mit dem Partner, mit den Kindern oder ganz allein: Babymassagen sorgen für (ent)spannende Momente in der Schwangerschaft.

Massage für den Babybauch

Grundsätzlich gilt die Regel: Wenn es Ihnen gut geht, dann geht es auch dem Baby gut. Babybauchmassagen eignen sich deshalb ausgezeichnet als sinnliche Entspannungsübung – egal, ob allein oder mit dem Partner. Gleichzeitig nehmen Sie über das Berühren des Bauchs Kontakt mit Ihrem Baby auf. Ein Moment, in dem Sie Ihr Kind sehr bewusst wahrnehmen und fühlen können.

Verwenden Sie für die Babybauchmassage ein pflegendes Hautöl oder eine reichhaltige Creme. Legen Sie die Hände oberhalb des Bauchnabels flach auf den Bauch und führen damit langsame, kreisende Bewegungen aus. Unterhalb des Bauchnabels massieren oder streicheln Sie mit den Fingerspitzen weiter. Wenn Sie bei der Massage aufmerksam sind, merken Sie, wie das Baby auf die sanften Berührungen auf den Bauch reagiert. Sie müssen übrigens keine Sorge haben, das ungeborene Kind durch den Druck auf den Babybauch zu verletzen – es wird durch die Fruchtblase geschützt. Wichtig ist, dass die Berührungen für die werdende Mutter angenehm sind.

Wer bereits Kinder hat, kann diese beim Massieren mit einbinden. Der kleinen Familie macht es bestimmt Freude, den Babybauch mit hautfreundlichen Fingermalfarben zu bemalen. Vielen Kindern hilft die farbenfrohe Babybauchmassage dabei, sich an den ungewohnten Bauch der Mama zu gewöhnen und eine Beziehung zum künftigen Geschwisterkind aufzubauen. Ein Kuss auf den Bauch schließt die Massage ab.

So pflegen Sie Ihren Babybauch

Während der Schwangerschaft ist der Körper einigen Belastungen ausgesetzt: Die Haut wird in kurzer Zeit sehr stark gedehnt, was ihr einiges abverlangt. Regelmäßiges Eincremen und oder Einölen ist während dieser Zeit daher besonders wichtig, um die Haut elastisch zu halten und Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen.

Fangen Sie spätestens ab dem zweiten Schwangerschaftsmonat mit der regelmäßigen Babybauchpflege an. Auch wenn der Bauch noch nicht zu sehen ist – so ist seine Haut bestens auf die intensive Wachstumsphase vorbereitet.

Verbinden Sie die Pflegeprozedur am besten mit der täglichen Dusche, damit das Eincremen oder Einölen schnell zur Routine wird. Tragen Sie Öl und Creme nicht nur an Bauch, sondern auch an Brust, Po und Oberschenkeln auf, denn auch hier dehnt sich die Haut im Laufe der Schwangerschaft stark. Während der Pflegeprozedur zupfen Sie die Haut vorsichtig zwischen zwei Fingern, um die Durchblutung zu fördern. Und halten Sie regelmäßig inne: Wie reagiert das Baby im Bauch auf Ihre Berührungen?





Creme oder Öl gegen Schwangerschaftsstreifen

Ob Sie Ihren Babybauch mit Creme oder Öl verwöhnen, ist Ihrem Geschmack überlassen. Wichtig ist eine tägliche Pflegeroutine.

Harmonische Melodien fürs Kind

Dem Baby vor der Geburt sanfte Melodien vorzuspielen, kann das Wohlgefühl Ihres Kindes fördern. Dabei sollten Sie eher auf ruhigere Melodien zurückgreifen.

Wohlgefühl mit Musik fördern

Ab der 20. Schwangerschaftswoche entwickelt sich der Hörsinn des ungeborenen Kindes. Harmonische Töne können eine beruhigende Wirkung auf das Baby im Bauch haben. Studien haben gezeigt, dass es sich sogar nach der Geburt noch an die Musikstücke erinnern kann.

Allerdings sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass die vorgespielten Töne durch die Bauchdecke sowohl leiser als auch verfremdet beim Kind ankommen. Entsprechend gilt auch die Vorstellung als überholt, dass sich klassische Musik z. B. von Mozart positiv auf die spätere Intelligenz auswirkt. Abzuraten ist außerdem von einer lauten Dauerbeschallung. Schließlich braucht das Baby während der Schwangerschaft viel Schlaf.

Setzen Sie deshalb lieber auf begrenzte „Musikstunden“ mit ruhiger Musik, die auch Ihnen persönlich gefällt. Wenn Sie lautere, schnelle Musik hören möchten, tun Sie dies am besten über Kopfhörer, um das das Baby nicht zu stören. Wenn Ihre Lieblingssongs bei Ihnen Glücksgefühle auslösen, übertragen sich die positiven Emotionen auch auf Ihr Kind – unabhängig von Musikrichtung und Lautstärke.

Erinnerungen an den Babybauch festhalten

Mit der Geburt heißt es Abschied nehmen vom Babybauch. Dabei haben sich Mama und Papa meist schon so sehr an ihn gewöhnt. Die gute Nachricht: Mit der Kamera oder etwas Gips lassen sich bleibende Erinnerungen schaffen.

Bleibende Erinnerungen in Gips

Viele werdende Eltern entscheiden sich während der Schwangerschaft für ein gemeinsames Fotoshooting, um diesen besonderen Moment in ihrem Leben festzuhalten. Suchen Sie sich einen Fotografen, dem Sie vertrauen und halten Sie das werdende Babyglück auf Fotos fest. Ob allein, mit dem Partner oder sogar mit den neugierigen kleinen Geschwisterchen – es entstehen sicher ganz besondere Bilder.

Ein Gipsabdruck ist eine weitere schöne Möglichkeit, die Erinnerung an den Babybauch festzuhalten. Er lässt sich am besten gemeinsam mit dem Partner erstellen und kann gleichzeitig eine sehr sinnliche Erfahrung sein. Vergessen Sie nicht, Ihre Haut vor beim Eingipsen ausreichend einzucremen, damit sich der Gips am Schluss leicht ablösen lässt. Ist der Abdruck fertig, können Sie auch hier wieder die ganze Familie ins Spiel bringen. Kinder haben großen Spaß daran, den Bauch aus Gips nach Herzenslust bunt zu bemalen.

Ein Moment für die Ewigkeit

Die Schwangerschaft ist für werdende Mütter und Väter eine ganz besondere Zeit im Leben, die sie sehr intensiv erleben. Die Erinnerungen daran können Sie auf kreative und vielfältige Art festhalten.
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