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Babymassage: Entspannung für Ihr Kind

Anleitung und Tipps fürs Berühren, Massieren und Bewegen
Liebevolle Berührungen schaffen eine vertrauensvolle Eltern-Kind-Beziehung. Besonders wertvoll sind Babymassagen: Sie bauen Stress ab und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus.

Entspannung für Ihr Kind

Die Babymassage ist ein wunderbares Mittel, um Säuglinge zu entspannen und Vertrauen aufzubauen. Mittels sanfter Berührungen, Streicheln und leichtem Druck mit den Fingern lässt sich zudem die generelle Gesundheit Ihres Kindes positiv beeinflussen.

Ab wann sind Babymassagen sinnvoll?


Generell kann man mit sanften Streicheleinheiten und Berührungen direkt ab der Entbindung beginnen. Der optimale Zeitpunkt für die Babymassage ist hierbei zwischen den Mahlzeiten.

Berührung schafft Vertrauen und körperliches Wohlbefinden

Bei einer Babymassage verwöhnen Sie den Nachwuchs mit leichten Berührungen, liebevollen Streicheleinheiten oder kontrolliertem Fingerdruck. Der enge Körperkontakt und die gezielten Massagegriffe verschaffen Ihrem Baby eine innere Balance und helfen dabei, eine stabile Eltern-Kind-Beziehung zu herzustellen. Dieses sogenannte Bonding trägt außerdem zur Bildung des Bindungshormons Oxytocin bei. Forscher bringen es mit so wichtigen sozialen Fähigkeiten wie Liebe, Vertrauen und Ruhe in Verbindung.

Darüber hinaus tragen Babymassagen zur Gesundheit Ihres Kindes bei. Sie stärken beispielsweise die Muskulatur sowie den Kreislauf Ihres Kindes und unterstützen die Verdauung. Besonders bei Säuglingen, die an 3-Monats-Koliken leiden, kann eine sanfte Babymassage Linderung bei krampfartigen Schmerzen und Blähungen verschaffen.

Für die wohltuenden Berührungen sind verschiedene Methoden bekannt. Welche Ihnen und Ihrem Baby am besten liegen, finden Sie heraus, indem Sie aufmerksam die Reaktionen des Kindes beobachten.






Darauf sollten Sie bei der Babymassage achten

Schaffen Sie für die Berührungseinheiten eine warme Umgebung ohne Zugluft. Mit einer Wärmelampe und einer kuscheligen Decke schaffen Sie die besten Voraussetzungen für die sanften Berührungseinheiten. Wenn Sie zu kalten Händen neigen, wärmen Sie diese vorher unter warmem Wasser auf.

Bevor Sie mit der Babymassage beginnen, geben Sie am besten etwas Babyöl oder Babycreme auf die eigenen Hände. So werden die Produkte angenehm angewärmt und das Baby kann die Massage besser genießen. Öl und Creme erleichtern nicht nur das Massieren, sondern beugen auch trockener Babyhaut vor.

Babys mögen Routine und müssen sich erst an neue Dinge gewöhnen. Tasten Sie sich daher behutsam an die Babymassage heran, damit sich Ihr Kind in Ruhe mit den ungewohnten Berührungen vertraut machen kann. Beginnen Sie z. B. zuerst mit den Beinen und arbeiten sich dann langsam vor. Sie werden schnell herausbekommen, welche Berührungen Ihr Baby besonders mag, gestalten Sie so Ihre ganz individuelle Massagezeit

So massieren Sie Ihr Baby richtig

Wenn wir Babys berühren, machen wir bereits intuitiv vieles richtig: Achten Sie einfach auf die Reaktionen Ihres Kindes und Sie werden schnell feststellen, was ihm gefällt und was weniger.

Sanfte Pflege für zarte Babyhaut

Bekannte Entspannungs- und Massagetechniken für Ihr Kind

Neben der „klassischen“ Babymassage gibt es noch eine Reihe weiterer Massage- und Entspannungstechniken, die Ihrem Kind gefallen könnten. Vor allem die Babymassage nach Leboyer und die Shiatsu-Massage seien hier genannt. Wenn Sie auf der Suche nach einem Weg sind, zusammen mit Ihrem Baby Sport zu treiben, bietet sich Mutter-Kind-Yoga wunderbar an.

Fernöstlich inspirierte Massagetechniken

Die Babymassage hat im fernen Osten eine lange Tradition. Die Babymassage nach Leboyer stammt ursprünglich aus Indien. Nach Europa brachte sie der französische Gynäkologe Frédérick Leboyer. Sie soll zur Entspannung und Entwicklung des Empfindungsvermögens beitragen, hilft aber auch gegen Blähungen und Unruhe.

Die Shiatsu-Massage, auch Fingerdruckmassage genannt, hat ihren Ursprung in Japan. Diese Massagetechnik basiert auf der Lehre über Punkte entlang von Energieleitbahnen (Meridiane), welche die Organe miteinander verbinden. Sie steuern den Energiefluss in unserem Körper. Die Shiatsu-Massage kann das Wohlgefühl des Babys steigern. Beruhigend wirkt vor allem die Massage des Zeigefingers.

Probieren Sie verschiedene Massagen aus

Probieren Sie ruhig verschiedene Massagetechniken aus, um herauszufinden, was Ihrem Baby gefällt. Achten Sie lediglich darauf, dass Sie die Bewegungen langsam und sanft ausführen. Sobald Ihr Kind unruhig wird, sollten Sie die Technik ändern.

Babymassage nach Leboyer: Kurzanleitung

  1. Starten Sie mit der Brust: Platzieren Sie beide Handflächen mittig auf der Brust und streichen Sie sanft entlang der Rippen zur Seite hinunter.
  2. Danach der Bauch: Streichen Sie langsam im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel des Babys. Somit lassen sich besonders gut Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen lindern.
  3. Zum Schluss die Beine: Umschließen Sie behutsam die Unterschenkel des Babys mit den Händen und bewegen Sie ähnlich wie beim Melken die Beine vor und zurück.

Sportlich aktiv mit Baby

Für Mütter, die nach einem Weg suchen, die Kleinen in ihre sportliche Routine einzubinden, ist Mutter-Kind-Yoga besonders geeignet: Bei einigen Übungen wird Ihr Kind sogar Teil des Trainings.

Yogaübungen für Mutter und Kind

Nach der Schwangerschaft verspüren viele Mütter die Sehnsucht nach Bewegung, sind aber zu sehr mit ihrem Neugeborenen beschäftigt, um genügend Zeit für Sport aufzubringen. Hier bietet sich Mutter-Kind-Yoga an, da sich viele Bewegungen zusammen mit dem Kind ausführen lassen.

Zur Einstimmung eine Entspannungsübung: Legen Sie Ihr Kind neben sich auf den Rücken und halten Sie Blickkontakt. Beobachten Sie seine Atmung, legen Sie die Hände auf Ihren Bauch und atmen im gleichen Rhythmus.

Legen Sie sich dann auf den Rücken und halten Sie Ihr Baby mit beiden Händen auf Ihrem Bauch. Heben Sie langsam den Rücken an und strecken Sie den Säugling vor sich in die Luft. Die Übung stärkt Ihre Rücken- und Armmuskulatur. Sie erhöhen den Schwierigkeitsgrad, wenn Sie gleichzeitig die Beine leicht anheben.

Besonders viel Spaß macht Babys die folgende Übung: Legen Sie sich mit aufgestellten Beinen auf den Rücken, ziehen die Knie zusammen und heben dann die Füße leicht an. Legen Sie das Baby bäuchlings auf die Schienbeine und halten es dabei sicher unter den Armen fest. Ziehen Sie anschließend Ihre Knie zum Gesicht, während Sie den Kopf anheben und dann wieder langsam absenken. Die schaukelnde Bewegung wird Ihrem Kind ein Lächeln ins Gesicht zaubern, während Sie Ihre Bauchmuskulatur stärken.

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