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Chronobiologie der Haut

Was unsere innere Uhr mit der Hautpflege zu tun hat
Unser Biorhythmus taktet die Funktionen aller Organe – auch die der Haut. Erfahren Sie, wie Sie das Wissen über Chronobiologie für eine optimale Hautpflege nutzen können.

Chronobiologie: Einfluss der inneren Uhr auf die Haut

Wissenschaftler haben den Einfluss der Chronobiologie auf die Haut erforscht – und dabei die Bedeutung der inneren Uhr für die Schutz- und Reparaturmechanismen unseres Körpers entdeckt.

Was ist Chronobiologie?

Unser gesamter Körper folgt einem biologischen Rhythmus, der sogenannten inneren Uhr. Das Uhrwerk sitzt im Gehirn: Durch den Lichtwechsel zwischen den Tageszeiten steuert es in Zyklen von etwa 24 Stunden unterbewusst das individuelle Timing von Stoffwechselprozessen, die Ausschüttung von Hormonen und das Schlaf-Wach-Verhalten. Es gibt einen eigenen Wissenschaftszweig, der sich ausschließlich mit der Erforschung unserer inneren Uhr beschäftigt: die Chronobiologie.

In der Hautforschung findet sie bisher wenig Beachtung. Zu Unrecht: Forscher der Berliner Charité fanden in Zusammenarbeit mit der Beiersdorf AG heraus, dass der Biorhythmus auch die Funktionen der Haut taktet. Zum Beispiel den Zeitpunkt und die Geschwindigkeit der Zellteilung.

In einem Berliner Schlaflabor entnahmen die Chronobiologen bei 20 jungen und gesunden Probanden zu verschiedenen Tageszeiten Hautzellen der obersten Hautschicht, sogenannte Keratinozyten. Das Ergebnis ihrer Studie: Abhängig von der Tageszeit beschleunigt ein bestimmtes Protein die Aktivität der Hautzellen (nachts) – oder bremst sie (tagsüber). So erfolgen bestimmte Prozesse in der Haut immer dann, wenn sie am sinnvollsten sind. Unsere innere Uhr gönnt der Haut also auch festgelegte Erholungsphasen. Dieses Wissen können wir uns für das optimale Timing der Hautpflege zunutze machen.

Die biologische Uhr gibt den Rhythmus vor

Morgenmuffel oder Frühaufsteher? Darüber, ob Sie morgens fit oder eher verschlafen sind, entscheidet die innere Uhr: Der Biorhythmus steuert die Energiereserven für den gesamten Tag und beeinflusst zum Beispiel, wie schnell sich unsere Haut erneuert.

Hautpflege nach der biologischen Uhr

Für unseren Biorhythmus und die Funktionen des Körpers macht es einen Unterschied, zu welcher Tageszeit wir welche Creme verwenden. Erfahren Sie hier, wann welche Wirkstoffformeln die Haut besonders effektiv unterstützen können.

Hautpflege: Das richtige Timing ist entscheidend

Die Erkenntnisse der Chronobiologie belegen: Am Tag benötigt die Haut Schutz vor Umwelteinflüssen, nachts dagegen Unterstützung bei der Regeneration. Deshalb ist es wichtig, dass Sie eine spezielle Tages- und Nachtpflege verwenden.

Biorhythmus: Wie tickt unsere Haut?

Die Erforschung der inneren Uhr unserer Haut steckt noch in den Anfängen. Das Wissen über die Chronobiologie können Sie aber schon jetzt für Ihre tägliche Pflegeroutine nutzen. Mit einer Tages- und Nachtpflege unterstützen Sie den natürlichen „Beauty-Rhythmus“ ideal.

Nach dem Aufstehen kurbelt der Körper die Blut-, Nährstoff- und Feuchtigkeitsversorgung an, um die hauteigenen Abwehrkräfte zu stärken. Sie können diese Schutzmechanismen mit der richtigen Tagespflege unterstützen. Unabhängig von Ihrem Hauttyp sollte die Pflege deshalb zusätzliche Feuchtigkeit spenden und antioxidative Inhaltsstoffe wie das Coenzym Q10 sowie einen Lichtschutzfaktor enthalten.

Abends stellt sich der Körper von der Schutzfunktion auf einen Regenerationsmodus um. Jetzt ist die Zellteilungsrate besonders hoch. Die Haut repariert z. B. Zellschäden, die tagsüber durch UV-Strahlung entstanden sind. Sie sollten Ihre Haut dabei mit viel Ruhe, ausreichend Schlaf und einer speziellen Nachtpflege unterstützen. Positiver Nebeneffekt: Die Haut kann die Wirkstoffformeln jetzt besonders gut aufnehmen. Denn nachts weiten sich die Poren auf ein Maximum. Dadurch wird die schützende Hautbarriere durchlässiger. Der eigentliche Zweck dahinter: Der Körper scheidet Giftstoffe aus, die er am Tag über die Luft, die Ernährung und äußere Einflüsse aufgenommen hat. Gleichzeitig können aber auch Cremes und Seren besser eindringen.




Die optimale Pflege für jede Uhrzeit

Wie wirkt sich die Zeitumstellung auf die Haut aus?

Zweimal im Jahr bringt die Zeitumstellung unseren Biorhythmus und damit auch unser Schlafverhalten vorübergehend durcheinander. Das hat nicht nur Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, auch unsere Haut kann empfindlich reagieren.

Stört die Zeitumstellung den Schönheitsschlaf?

Wissenschaftler sind sich einig: Die Zeitumstellung bringt die innere Uhr des Menschen durcheinander. Vor allem die Umstellung auf die Sommerzeit macht vielen Menschen zu schaffen. Kein Wunder, schließlich wird uns eine Stunde Schlaf geraubt. Ist die Nachtruhe kurzfristig gestört oder besteht ein dauerhafter Schlafmangel, sehen wir das auch dem Teint an. Er wirkt blass und matt. Hier hilft eine belebende Tagespflege mit Q10 und Gojibeerenextrakt. Sie schenkt der Haut ein frisches Strahlen, auch wenn die Nacht einmal etwas kürzer war.

Im Gegensatz zur Umstellung auf die Sommerzeit kommt die Zeitumstellung im Herbst vielen Menschen und auch unserer Haut entgegen. Schließlich gewinnen wir durch die Winterzeit eine Stunde und können theoretisch länger schlafen. Allerdings kann sich auch diese Umstellung wie ein Mini-Jetlag auswirken. In den ersten Tagen sind viele Menschen abends schneller müde, weil der bisher gewohnte Zeitpunkt zum Abschalten überschritten ist. Bis Sie sich an die Zeitumstellung gewöhnt haben und sich der Biorhythmus wieder eingependelt hat, kann auch der Teint am Abend müde und matt wirken.

Welche langfristigen Effekte die Zeitumstellung auf die Gesundheit und das Erscheinungsbild der Haut hat, konnte bisher allerdings noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht werden.


Wie sich Schlafmangel auf die Haut auswirkt

Ausreichend Schlaf ist wichtig für ein schönes Hautbild. Bringen äußere Umstände oder die Zeitumstellung die innere Uhr aus dem Takt, sind die regenerativen Prozesse der Haut gestört – der Teint wirkt blass und fahl.

Zeitumstellung im Winter: Schöner Teint in der kalten Jahreszeit

Die Zeitumstellung dreht an der inneren Uhr: Auch wenn wir im Winter eine Stunde gewinnen, kann dies unseren Schlaf-Wach-Rhythmus stören. Die Folge können Erschöpfung oder Gereiztheit, Appetitlosigkeit oder Verdauungsprobleme sein. Auch die Haut sieht häufig müde aus. Doch keine Sorge: Den Beauty-Jetlag können Sie austricksen.

Zeitumstellung im Sommer: Frisch aussehen trotz „gestohlener“ Stunde

Die Umstellung auf die Sommerzeit raubt uns eine Stunde – meistens vom Schlaf. Damit der Teint trotzdem strahlt, gibt es ein paar einfache und belebende Beauty-Tricks.

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