Baby: Wunder Po

Wunder Po bei Babys: Was Eltern dagegen tun können

Ursachen & Tipps für die Pflege zarter Babyhaut So soft Babyhaut ist, so leicht gerät sie auch aus dem Gleichgewicht. Vor allem am Po kommt es schnell zu wunden Stellen. Aber keine Sorge, mit der richtigen Pflege unterstützen Sie den Heilungsprozess.

Wunder Punkt: zarte Haut am Babypo

Die Haut von Babys ist noch nicht voll ausgereift, weshalb sie häufiger empfindlich reagiert. Am Babypo passiert das besonders schnell: Wir verraten, was hinter den Rötungen und Pickelchen unter der Windel steckt.

Was ist ein Windelausschlag?

Ob leicht gerötet oder mit kleinen Pusteln übersät: Wenn der Babypo entzündet aussieht, sprechen Dermatologen von Windelausschlag oder Windeldermatitis – umgangssprachlich auch wunder Po genannt. Alle Begriffe meinen dasselbe: eine akute Reizung in der Windelregion. Das können Pusteln sein oder eben nur ein leicht roter Babypo.

Wunder Po: Ab wann zum Arzt?

Leichte Rötungen können Sie mit Wundsalben gut zu Hause in den Griff bekommen. Verschwinden die nicht nach wenigen Tagen oder das Wundseinverschlimmert sich, suchen Sie unbedingt einen Kinderarzt auf. Bei Fieber oder eitrigen Bläschen heißt es: direkt zum Arzt. Grund für große Sorgen ist ein wunder Babypo dennoch nicht – Windelausschlag tritt bei Babys im Alter von 9 bis 12 Monaten häufig auf und ist in der Regel ungefährlich.

Warum kommt es am Po so schnell zu Reizungen?

Die Hauptursache für einen wunden Po ist der direkte Hautkontakt zur feuchten Windel. Moderne Windeln nehmen zwar sehr viel Flüssigkeit auf, eine feuchte Oberfläche lässt sich aber nicht ganz vermeiden. Diese strapaziert die noch nicht vollständig ausgeprägte Hautbarriere, sodass es fast bei jedem Baby irgendwann zu Hautirritationen kommt.

Was verursacht einen wunden Babypo?

Es gibt viel, was der jungen Haut zusetzen kann. Die Gründe für einen Windelausschlag oder eine Windeldermatitis liegen deshalb nicht immer auf der Hand. Wichtig ist in jedem Fall, feuchte Windeln schnell auszutauschen, damit die zarte Haut nicht irritiert wird.

Mögliche Ursachen:

  • Das feuchtwarme Milieu in der Windel stresst die junge Haut. Sie weicht auf, Stuhl und Urin reizen sie. Bakterien oder Pilze haben schließlich leichtes Spiel.
  • Manchmal liegt das Problem auch an einer Verdauungsstörung. Flüssiger Stuhlgang reizt die Haut beispielsweise noch mehr.
  • Der wunde Po kann auch eine Reaktion auf Lebensmittel sein, die Stuhl und Urin säurehaltiger machen – wie Kiwi, saure Äpfel, Ananas und alle Zitrusfrüchte.
  • Bei einigen Babys reagiert die Haut äußerst empfindlich, selbst wenn die Windel häufig gewechselt wird. Die Reinigung und Pflege sollte dann speziell auf sensible Haut ausgerichtet sein.
  • Auch allergische Reaktionen auf bestimmte Reinigungs- und Pflegemittel können Irritationen und Entzündungen verursachen.
  • Oft steht auch das Zahnen in Verdacht: In dieser Zeit sind Babys anfälliger für Infekte und haben häufig mit Durchfall zu kämpfen.
Wenn das Bäuchlein überfordert ist

Wenn das Bäuchlein überfordert ist

Saure und scharfe Nahrung können einen Windelausschlag begünstigen. Das gilt sowohl, wenn Sie auf Beikost umgestellt und ein neues Lebensmittel ausprobiert haben als auch beim Stillen. Es kann passieren, dass der kleine Bauch etwas nicht verträgt und sich der Stuhlgang dadurch verändert.

Pflegeanleitung: Was tun bei einem wunden Po?

Fast jedes Windelbaby hat mal mit einem wunden Po zu tun. Aber keine Sorge: Wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, klingen die Symptome recht bald wieder ab.

Was hilft gegen Windelausschlag?

Das Wichtigste bei einem wunden Babypo: Sorgen Sie für trockene, saubere Haut. Richtig gut tun jetzt auch so viele Windelpausen wie möglich. Ansonsten gilt:

  1. Reinigen Sie die Haut Ihres Babys sanft und vorsichtig von den Oberschenkeln bis zur Taille bei jedem Windelwechsel – am besten mit lauwarmem Wasser. Auf Seife oder Badezusätze sollten sie aber lieber verzichten – das kann brennen.
  2. Tupfen Sie die feine Haut ganz behutsam trocken, keinesfalls stark rubbeln oder reiben. Und vergessen Sie die Hautfalten nicht. Alternativ können Sie den Po auch trocken föhnen – auf unterster Wärmestufe.
  3. Um abzuklären, ob es sich um eine Hautpilzinfektion (Soor) handelt, ist die Nachfrage beim Kinderarzt ratsam. Empfehlenswert sind parfümfreie Wundschutzcremes mit einem hohen Anteil an Panthenol und Zinkoxid. Diese Produkte sollten Sie sanft auf die irritierten Hautstellen tupfen.
  4. Stellen Sie insbesondere vor dem Schlafenlegen sicher, dass der Babypo sauber und trocken ist, damit die Babyhaut über Nacht nicht unter einer feuchten Windel aufweicht.
Ein wunder Po ist meist schnell vergessen

Ein wunder Po ist meist schnell wieder vergessen

Wird der wunde Po richtig behandelt und gepflegt, sollten die Symptome nach 3 bis 4 Tagen deutlich abklingen. Bessern sich die Symptome nicht oder verschlimmern sie sich, sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen.
Windeln häufiger wechseln
Windelausschlag vorbeugen: 3 Tipps gegen einen wunden Babypo

1. Windeln häufiger wechseln

Feuchtigkeit ist der Hauptgrund für Ausschlag am Po. Wer die Windeln häufig wechselt, hält die Haut möglichst trocken und kann Windelausschlag vorbeugen. Häufig heißt: mindestens 4 bis 6 Mal täglich, bei Neugeborenen sind bis zu 10 Wechsel nötig. Für unterwegs sollten Sie also immer genügend Ersatzwindeln in der Tasche haben. 
Babypo säubern und pflegen
Windelausschlag vorbeugen: 3 Tipps gegen einen wunden Babypo

2. Babypo säubern und pflegen

Achten Sie darauf, den kompletten Windelbereich beim Windelwechseln gründlich zu reinigen. Warmes Wasser mit etwas Babyöl tut empfindlicher Babyhaut besonders gut. Milde Feuchttücher sind vor allem für unterwegs ideal. Anschließend trocknen Sie Po und Hautfalten sorgsam ab und tragen etwas Wundschutzcreme ohne künstliche Farb- und Duftstoffe auf.
Windelpausen einlegen
Windelausschlag vorbeugen: 3 Tipps gegen einen wunden Babypo

3. Windelpausen einlegen

Einem wunden Po, Ausschlag und Co. beugen Sie am besten vor, wenn für längere Zeit Luft an die Haut kommt. Lassen Sie die Windel also einfach weg und Ihr Baby unten ohne strampeln und krabbeln – im Winter am besten unter einer Wärmelampe. Ihr Nachwuchs wird den Bewegungsspielraum in windelfreien Momenten sicher genießen. 

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