FAQs Mikroplastik

Fragen zu Mikroplastik

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen

Beiersdorf übernimmt Verantwortung in Sachen Nachhaltigkeit

Beiersdorf übernimmt Verantwortung in Sachen Nachhaltigkeit gegenüber Menschen und Umwelt. Kontinuierlich arbeiten wir deshalb daran, die Auswirkungen unserer Produkte auf die Umwelt nachhaltig zu verringern, z. B. sind bereits heute circa 90% unserer Verpackungsmaterialien recyclebar. Beiersdorf hat sich schon 2013 entschieden, keine Peeling-Partikel aus Polyethylen (PE) in Pflegeprodukten mehr einzusetzen und war damit eines der ersten Unternehmen, die aktiv geworden sind.

Aktuell wird immer wieder über Mikroplastik in Kosmetik und Hautpflege diskutiert. Hier finden Sie einige Informationen von NIVEA zum Thema.

1. Was ist Mikroplastik?

Sogenannte „Mikroplastik-Partikel“ (engl. „microbeads“) sind feste Kunststoffteilchen, die kleiner als 5 Millimeter, nicht wasserlöslich und nicht biologisch abbaubar sind (gemäß Definition der UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen).

2. Mikroplastik und synthetische Polymere: Was ist was? Und wie unterscheidet man die beiden?

Grundsätzlich handelt es sich bei Plastik um feste, künstliche und nicht wasserlösliche Polymere. Polymere wiederum sind lange Moleküle, die aus vielen gleichen kleinen Molekülen bestehen. Synthetisch hergestellte Polymere erfüllen in fester, flüssiger oder gelartiger Form vielerlei Funktionen im modernen Leben. Polymere kommen aber auch in der Natur vor, beispielsweise als Proteine, Zucker, Fette oder Kohlenhydrate.

Zum Begriff „Mikroplastik“ gibt es keine verbindliche Definition, was teilweise zu einer Begriffsverwirrung führt. Weithin anerkannt ist jedoch die Definition der UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, auf die sich auch Beiersdorf bezieht: Danach sind „Mikroplastik-Partikel“ feste Kunststoffteilchen, die kleiner als 5 Millimeter, nicht wasserlöslich und nicht biologisch abbaubar sind. Nicht alle synthetischen Polymere sind damit automatisch Mikroplastik.

In Kosmetikprodukten können verschiedene synthetische Polymere zum Einsatz kommen. Sie besitzen unterschiedliche Eigenschaften und Formen:

  • In der Vergangenheit haben wir kleine, feste Plastikpartikel in abwaschbaren reinigenden Körperpflegeprodukten (Peelings, Duschgels etc.) für ein hautfreundliches Peeling eingesetzt. Obwohl diese Kunststoffteilchen nur einen geringen Prozentsatz am allgemeinen Plastikmüllaufkommen ausmachen, hat Beiersdorf bereits 2013 vorsorglich entschieden, zukünftig keine Peeling-Partikel aus Polyethylen mehr zu verwenden, und sie durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. Seit Ende 2015 setzen wir keine Mikroplastik-Partikel aus Polyethylen mehr in unseren Produkten ein.

  • Andere kleinste feste Polymere werden zum Beispiel als Trübungsmittel in abwaschbaren Produkten eingesetzt. Sie sind beispielsweise verantwortlich für die Farbe und das Aussehen der Formel. Unser Ziel ist es, diese Inhaltsstoffe bis 2020 aus unseren abwaschbaren Produkten vorsorglich und vollständig auszuformulieren. Momentan arbeiten wir intensiv an Lösungen, und die entsprechenden Projekte haben eine hohe Priorität.

  • Einige sogenannte flüssige oder gelartige Polymere werden unter anderem auch in abwaschbaren Kosmetika genutzt. Ihr Einsatz ist vielfältig und führt selbst in geringen Mengen zu sehr viel besseren Produkteigenschaften, etwa einer höheren Wasserfestigkeit von Sonnenschutzmitteln. In Shampoos sorgen die Inhaltsstoffe für einen guten Griff, bessere Kämmbarkeit und stärkeren Halt der Haare. Gelöste Polymere sind nach der Definition der UNEP kein Mikroplastik, und nach aktuellem Wissensstand sind sie auch nicht Teil des Problems der Wasserverschmutzung. Uns liegen keine wissenschaftlichen Daten vor, die belegen, dass diese Stoffe der Umwelt schaden. Daher ist es ungerechtfertigt, gelöste Polymere in die Diskussion um Mikroplastik einzubeziehen. Beiersdorf unterstützt jedoch die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet, unter anderem in einem Projekt des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik mit Universitäten, Unternehmen, Experten für Abwasserreinigung und Verbänden.

3. Woher stammt das Mikroplastik?

Mikroplastik stammt bei Weitem nicht nur aus Kosmetik- und Hautpflegeprodukten, sondern aus unterschiedlichen Quellen: Am häufigsten entstehen die Kunststoffteilchen aus größeren Plastikteilen, die nicht richtig entsorgt werden, oder beispielsweise beim Abrieb von Autoreifen. Durch Wettereinwirkung und Erosion bricht das Plastik in viele kleine Stücke, die schließlich winzig klein werden. Auch Fasern synthetischer Kleidung, die sich beim Waschen lösen, oder kleinere Plastikpartikel aus Verbraucherprodukten des täglichen Bedarfs werden als Mikroplastik bezeichnet.

4. Welche Rolle spielt Mikroplastik aus Kosmetik in der Umwelt?

Der Beitrag von Kosmetikprodukten zur diskutierten Umweltbelastung durch Mikroplastik ist im Vergleich zu anderen Quellen sehr gering. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zum Beispiel, dass ihr Anteil am Gesamteintrag von Mikroplastik in die Nordsee lediglich zwischen 0,1 und 1,5 Prozent beträgt. Zu einem vergleichbaren Ergebnis kommt auch eine Studie des Umweltbundesamtes. Mikroplastik-Partikel aus Kosmetikprodukten, die ins Abwasser gelangen, werden in Kläranlagen zudem überwiegend ausgefiltert bzw. durch Adsorption an den Klärschlamm eliminiert.

5. Ist Mikroplastik in Kosmetik schlecht für die Gesundheit?

Nein, absolut nicht. Das hat das Bundesinstitut für Risikobewertung 2014 in einer offiziellen Stellungnahme bestätigt. Dies gilt sowohl für die äußerliche Anwendung auf der Haut als auch für versehentlich verschluckte Mikropartikel. Alle Polymere, die wir einsetzen, müssen höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen; sie sind sehr gut hautverträglich und nicht allergen.

6. Wie sehen NIVEA und Beiersdorf das Problem Mikroplastik?

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über Kunststoff in den Weltmeeren haben NIVEA und das Unternehmen Beiersdorf frühzeitig Handlungsbedarf gesehen. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie achten wir sowohl auf die Qualität als auch auf den langfristigen ökologischen Einfluss unserer Produkte und übernehmen Verantwortung.

Deshalb setzt Beiersdorf schon seit Ende 2015 weltweit keine Peeling-Partikel aus Polyethylen in Pflegeprodukten mehr ein und hat sie durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt. Außerdem arbeiten wir intensiv daran, bis 2020 auch andere mikroskopisch kleine feste Polymere als Inhaltsstoffe aus unseren abwaschbaren Produkten auszuformulieren.

7. Was ist statt Microbeads in den Peeling- und Reinigungsprodukten?

Je nach erforderlicher Größe und Farbe der Partikel haben wir diese größtenteils durch mikrokristalline Cellulosepartikel, eine Mischung aus mikrokristalliner Cellulose und Siliciumdioxidpartikeln oder Rizinuswachs, ersetzt. Cellulose ist ein biologisch abbaubares organisches Material, das auch in Pflanzenfasern vorkommt. Siliciumdioxid ähnelt in seiner chemischen Zusammensetzung dem Quarzsand, und Rizinuswachs ist ein natürlicher, biologisch abbaubarer Rohstoff mit einer harten, wachsähnlichen Konsistenz.

Die Ersatzpartikel sind bei gleicher Wirkung ebenso schonend und hautfreundlich wie ihre Vorgänger. Damit haben wir einen entscheidenden Schritt hin zu noch umweltfreundlicheren Produkten gemacht und zugleich sichergestellt, dass die hohe Qualität, die Verbraucher von uns erwarten, bewahrt bleibt.

8. Gibt es noch andere feste Kunststoffbestandteile (außer Microbeads/Polyethylen-Partikeln) in NIVEA-Produkten?

Es ist das Ziel von Beiersdorf, keine Rohstoffe zu verwenden, die Umweltprobleme verursachen könnten. Wir überprüfen deshalb alle von Beiersdorf zur Herstellung kosmetischer Mittel verwendeten Polymere, ob sie ebenfalls zur Umweltverschmutzung durch Mikroplastik beitragen könnten.

Feste, mikroskopisch kleine Polymere werden zum Teil als Trübungsmittel in abwaschbaren Produkten eingesetzt. Sie sind verantwortlich für die Farbe und das Aussehen der Formel. Unser Ziel ist es, diese Inhaltsstoffe bis 2020 aus unseren abwaschbaren Produkten vorsorglich und vollständig auszuformulieren. Momentan arbeiten wir intensiv an Lösungen, und die entsprechenden Projekte haben eine hohe Priorität.

9. Was ist mit anderen, nicht festen Polymeren – setzt Beiersdorf diese ein?

Die Diskussion um Mikroplastik weitet sich zum Teil auch auf Stoffe aus, die ebenfalls zur Gruppe der Polymere gehören, aber fundamental andere Eigenschaften haben oder in anderen Formen eingesetzt werden als Polyethylen-Partikel.

Einige sogenannte flüssige oder gelartige Polymere nutzt auch Beiersdorf in abwaschbaren Kosmetika. Ihr Einsatz zum Beispiel als Verdicker oder Stabilisatoren ist vielfältig und führt selbst in geringen Mengen zu sehr viel besseren Produkteigenschaften, etwa einer höheren Wasserfestigkeit von Sonnenschutzmitteln. In Shampoos sorgen die Inhaltsstoffe für einen guten Griff, bessere Kämmbarkeit und stärkeren Halt der Haare. Alle Polymere, die wir einsetzen, müssen höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen; sie sind sehr gut hautverträglich und nicht allergen.

Gelöste Polymere sind nach der Definition der UNEP kein Mikroplastik. Nach aktuellem Wissensstand sind sie auch nicht Teil des Problems der Wasserverschmutzung. Uns liegen keine wissenschaftlichen Daten vor, die belegen, dass diese Stoffe der Umwelt schaden. Daher ist es ungerechtfertigt, gelöste Polymere in die Diskussion um Mikroplastik einzubeziehen. Beiersdorf unterstützt jedoch die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet, unter anderem in einem Projekt des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik mit Universitäten, Unternehmen, Experten für Abwasserreinigung und Verbänden.

10. In den USA gibt es ein Gesetz gegen Mikroplastik. Was bedeutet das für Beiersdorf und NIVEA?

Beiersdorf erfüllt bereits heute sämtliche Anforderungen des „Microbead-Free Waters Act of 2015’’. Dabei handelt es sich um ein US-amerikanisches Gesetz, das zum 01.07.2018 in den USA umgesetzt sein muss und an dem sich derzeit viele andere Staaten orientieren. Es bezieht sich auf Kunststoffteilchen („plastic microbeads“), die fest und kleiner als 5 Millimeter sind und abwaschbaren Kosmetika (Gesichtsreinigungsprodukten, Peelings, Duschgels etc.) sowie Zahnpasta hinzugefügt werden. Diese Kunststoffteilchen hat Beiersdorf bereits seit Ende 2015 ersetzt.

 

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