WARUM, WANN, WIE OFT EINCREMEN

Wie oft sollte ich mich eincremen? Kann ich meine Haut überpflegen? Was muss ich sonst noch beim Eincremen beachten? Antworten auf diese und weitere Fragen findest du hier.

RICHTIG EINCREMEN: TIPPS FÜR STREICHELZARTE HAUT

Dein Ziel: gesunde, geschmeidige, strahlende Haut. Wie du da hinkommst? Mit gezielter Pflege. Hier liest du, wie das geht.

WIE OFT SOLLTE MAN SICH EINCREMEN?

Wie oft du die Haut eincremen solltest, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen variieren die Bedürfnisse von Hauttyp zu Hauttyp. Trockene Haut braucht zum Beispiel meist mehr Pflege als normale. Wenn du normale Haut hast, reicht es, wenn du den Körper zwei bis drei Mal pro Woche eincremst. Bei trockener Haut kannst du dich ruhig täglich eincremen.

Dazu kommt, dass die Körperteile unterschiedlich anspruchsvoll sind. Gesicht und Hände solltest du zum Beispiel mehrmals am Tag eincremen, da sie häufiger mit äußeren Einflüssen konfrontiert werden als der Rest des Körpers. Zu diesen äußeren Einflüssen zählt übrigens auch das Waschen: Wäschst du dir die Hände im Alltag sehr oft, kann sie das austrocknen und reizen. Creme sie deswegen ruhig mehrmals täglich mit einer sanften, feuchtigkeitsspendenden Handcreme ein. Zum Thema Hände eincremen erfährst du weiter unten aber auch noch mehr.

KANN MAN HAUT ÜBERPFLEGEN?

Hier scheiden sich die Geister. Manche meinen, wenn du die Haut zu oft eincremst, gewöhnt sie sich daran und produziert selbst weniger Feuchtigkeit. Andere sagen, manche Hauttypen brauchen mehr Unterstützung. Probier also einfach, was für dich persönlich funktioniert.

WARUM IST EINCREMEN WICHTIG?

Ob äußere oder innere Faktoren: Deine Haut macht jeden Tag ganz schön viel mit. Das fängt bei Bakterien und UV-Strahlen an, die von außen eindringen wollen, und geht hin bis zu inneren Faktoren, wie Hormonumstellungen und zu viel Stress. Ist deine Haut gesund und stark, kommt sie damit meistens ganz gut klar. Ist ihre Schutzbarriere jedoch geschwächt, braucht sie deine Unterstützung. Und da kommt das Eincremen ins Spiel.

Wenn du deine Haut regelmäßig eincremst, hilfst du ihr, die Schutzbarriere wieder aufzubauen. Du versorgst sie mit Feuchtigkeit und wichtigen Wirkstoffen, die tief eindringen und sie von innen heraus stärken. Das Ergebnis: Deine Haut wird belastbarer und kann sich besser gegen die äußeren Einflüsse wehren. Und diese neu gewonnene Kraft sieht man ihr auch an! Die Haut wirkt dann wieder frischer, praller und glatter.

WANN IST DIE BESTE ZEIT ZUM EINCREMEN?

Generell gibt es zwei Tageszeiten, an denen deine Haut am meisten vom Eincremen profitiert: morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafen gehen.

  • Morgens sorgen das Duschgel und das heiße Wasser beim Duschen dafür, dass die Haut etwas austrocknet. Deshalb braucht sie jetzt eine Extraportion Feuchtigkeit in Form einer Tagescreme fürs Gesicht und einer Body Lotion.
  • Abends unterstützt du deine Gesichtshaut optimal mit einer reichhaltigen Nachtcreme. Während du schläfst, arbeitet deine Haut nämlich weiter: Die Zellregeneration läuft auf Hochtouren. Unterstütze deine Gesichtshaut dabei, indem du sie nach dem Abschminken eincremst – dann ist sie besonders aufnahmefähig für Pflegestoffe. Den Körper brauchst du abends nicht noch mal eincremen, es sei denn er fühlt sich besonders trocken an und spannt.

Du siehst: Die Pflegeansprüche deiner Haut sind je nach Tageszeit unterschiedlich. Um ihnen gerecht zu werden, ist es deshalb wichtig, sich sowohl morgens als auch abends einzucremen.


GESICHT, HALS UND DEKOLLETÉ EINCREMEN – SO GEHT’S

Das Gesicht, der Hals und das Dekolleté haben besondere Pflegeansprüche. Hier liest du, was du beim Eincremen beachten solltest.

DIE GESICHTSHAUT RICHTIG EINCREMEN

Bei der Pflege des Gesichts kommt es vor allem auf den Hauttyp an. Ob du trockene, empfindliche, fettige, unreine, reife oder Mischhaut hast: Wähle eine Creme, die speziell für deinen Hauttyp konzipiert wurde. So stellst du sicher, dass du deine Haut optimal pflegst – und kannst dich am Ende über einen frischen, gesund aussehenden Teint freuen.

Denk außerdem daran, dass es Stellen im Gesicht gibt, die besonders empfindlich sind – und deswegen noch mehr Aufmerksamkeit brauchen. Die Haut rund um die Augen ist beispielsweise sehr dünn und reagiert deshalb sensibel auf äußerliche Einflüsse. Mit der richtigen Augencreme bringst du sie zum Strahlen. Gleichzeitig kannst du durch das Eincremen Fältchen, dunkle Schatten und Schwellungen minimieren. Auch die Lippen brauchen oft eine Sonderbehandlung. Eine feuchtigkeitsspendende Lippenpflege kann verhindern, dass sie trocken und rissig werden.

WIE OFT SOLLTE MAN SEIN GESICHT EINCREMEN?

Dein Gesicht kannst du ruhig zweimal täglich eincremen: morgens und abends. Setze morgens auf eine leichte, erfrischende Creme, die schnell einzieht, und abends auf ein besonders reichhaltiges Pflegeprodukt.

DENK BEIM EINCREMEN AN HALS UND DEKOLLETÉ

Wusstest du, dass die Haut an Hals und Dekolleté der im Gesicht sehr ähnelt? Sie ist genauso dünn und sensibel. Das liegt daran, dass sie kaum Unterhautfettgewebe besitzt und auch nur wenige Schweiß- und Talgdrüsen. Dadurch ist sie nicht so gut gegen innere und äußere Faktoren gewappnet, die die Hautalterung begünstigen. Die Folge: Diese Bereiche werden oft schon früh trockener, faltiger und unelastischer. Um dem entgegenzuwirken, ist das regelmäßige Eincremen besonders wichtig.

Verwende für diese empfindlichen Partien am besten die gleichen Hautpflegeprodukte wie für dein Gesicht. Im Frühling und Sommer empfehlen wir dir, deinen Hals und dein Dekolleté mit einer Tagespflege mit LSF einzucremen. So beugst du Hautschäden und lichtbedingter Faltenbildung vor.

WIE OFT SOLL ICH DAS DEKOLLETÉ EINCREMEN?

Am besten cremst du Dekolleté und Hals immer dann ein, wenn du dein Gesicht pflegst – also früh nach der Reinigung und abends nach dem Abschminken. Die Creme hast du ja ohnehin in der Hand, dann kannst du Gesicht, Hals und Dekolleté einfach in einem Rutsch eincremen und hast deiner Haut im Nu etwas Gutes getan.


KÖRPER, HÄNDE UND FÜSSE RICHTIG EINCREMEN

Nicht nur das Gesicht, auch Körper, Hände und Füße wollen gepflegt sein! Hier findest du einige Tipps, wie das genau geht.

VERWÖHNE DEINE HÄNDE MIT EINER MASKE

Spa-Moment für die Hände: Massiere deine Hände großzügig mit einer Handcreme oder einem reichhaltigen Öl in kreisenden Bewegungen ein. Warte, bis die Creme vollständig eingezogen ist. Du wirst spüren, wie dankbar die Haut die Creme aufnimmt.

HÄNDE GUT, ALLES GUT: TIPPS FÜR DIE HANDPFLEGE

Äußere Einflüsse wie Sonne oder Kälte strapazieren die natürliche Hautschutzbarriere, sodass die Hände schneller austrocknen. Besonders dünn ist die Haut am Handrücken, da sie hier nur wenig Fettgewebe hat. Dadurch werden erste Fältchen hier schneller sichtbar. Die gute Nachricht: Mit der passenden Handcreme kannst du der vorzeitigen Hautalterung vorbeugen.

Wie oft soll ich meine Hände eincremen?

Wie oft du deine Hände eincremen solltest, hängt davon ab, wie oft du sie wäschst. Der Grund: Händewaschen trocknet die Haut aus. Du musst die Hände aber nicht nach jedem Waschen eincremen – mach das einfach nach Gefühl. Sind sie weich? Dann ist deine natürliche Hautbarriere schon sehr stark und braucht nicht zwingend noch Pflege. Sind sie trocken und rau? Dann verwöhne sie mit einer pflegenden Handcreme.

Wie reinige ich meine Hände optimal?

Verwende lauwarmes Wasser und ein mildes Reinigungsprodukt mit natürlichen Pflegeölen. So schonst du die empfindliche Haut. Trockne die Hände anschließend sanft mit einem Handtuch – kräftiges Rubbeln stresst sie zu sehr. Im letzten Schritt cremst du sie ein.

KÖRPER EINCREMEN – WIE OFT UND WIE?

Eincremen ist ein schönes, wichtiges und gleichzeitig sehr individuelles Pflegeritual. Wenn du weißt, welcher Pflegetyp du bist, kannst du gezielt die Produkte kaufen, die am besten zu dir passen.

  • Für Eilige: Morgens muss es bei dir schnell gehen, aber auf ausreichende Pflege willst du nicht verzichten? Dann könnten In-Dusch Lotionen das Richtige für deine Morgen-Routine sein. Sie versorgen deine Haut bereits unter der Dusche mit Feuchtigkeit – das spart Zeit. Einfach auftragen und abspülen.
  • Für Genießer: Body Mousses haben eine schaumig-leichte Konsistenz und sorgen für ein extra weiches Hautgefühl. Tipp: Noch geschmeidiger wird die Haut, wenn du zuvor ein Körperpeeling verwendest. So kann die Haut die Pflegestoffe noch besser aufnehmen.
  • Für Anspruchsvolle: Wenn dir eine Creme nicht ausreicht, etwa weil sich deine Haut extrem trocken anfühlt, versuch’s mit einem nährenden Körperöl. Das lässt sich dank der flüssigen Konsistenz auch besonders schön für eine wohltuende Massage verwenden.

Übrigens: Du musst dich natürlich nicht für einen einzigen Typ entscheiden. Mach dein Pflegeritual einfach von deinem Terminkalender und den Bedürfnissen deiner Haut abhängig.  Hauptsache, du schaffst es, den Körper zwei bis drei Mal pro Woche einzucremen. Dann wirst du mit samtweicher Haut belohnt. Bei sehr anspruchsvoller Haut – oder wenn du täglich duschst – kannst du auch häufiger zu Creme oder Body Lotion greifen.

SOFORT-HILFE BEI TROCKENEN FÜSSEN

Intensivkur für die Nacht: Trage vor dem Schlafengehen großzügig Body Lotion oder Fußcreme auf und ziehen dicke Baumwollsocken an. So kann die Creme ungestört über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen sind die Füße streichelzart.

FÜSSE EINCREMEN: SO WERDEN SIE SAMTWEICH

An den Füßen befinden sich nur wenige Talgdrüsen, die die Haut mit Fett versorgen. Dadurch trocknen sie schnell aus. Es ist also wichtig, dass du sie pflegst. Wie oft du deine Füße eincremen solltest? Das kannst du davon abhängig machen, wie sie sich anfühlen. Deine Haut zeigt dir nämlich sehr gut, wann sie deine Unterstützung braucht.

Sind deine Füße über eine längere Zeit starker Belastung ausgesetzt, zum Beispiel durch zu enge Schuhe, bildet sich Hornhaut. Zeit für ein kleines Wellness-Programm für deine Füße! Bade deine Füße zehn Minuten in etwa 35 Grad warmem Wasser, in das du für einen angenehmen Duft noch einige Tropfen ätherisches Öl gibst. Danach ist deine Haut weich und du kannst die Hornhaut besser entfernen – mit Peeling, Bimsstein oder Hobel. Nimm dann eine Creme oder ein reichhaltiges Öl und massiere das Produkt mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen in die Haut ein. Nach dieser Wohlfühlbehandlung sind deine Füße wieder federweich.

EINCREMEN IM SOMMER UND WINTER

Neben dem Hauttyp und der Körperregion spielt auch die Jahreszeit eine große Rolle, wenn es um das Thema eincremen geht.

EINCREMEN IM SOMMER: DAS SOLLTEST DU BEACHTEN

Sonne macht glücklich und ist lebenswichtig. Du brauchst sie, um Vitamin D zu produzieren und das Gute-Laune-Hormon Serotonin zu bilden. Vergiss trotz dieser Sonnenseiten nicht: UV-Licht birgt Risiken und sollte nur in Maßen auf die ungeschützte Haut gelangen. Sonst kann sie zu Sonnenbrand, Faltenbildung, Pigmentflecken, Sonnenallergien und schlimmstenfalls Hautkrebs führen. Deshalb denk daran, dich mit Sonnencreme einzucremen – dann kannst du die sonnigen Momente des Lebens voll auskosten.

Wichtig ist, dass du den Schutzfaktor typgerecht wählst. Als Faustregel gilt: Je heller deine Haut, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme sein. Außerdem ist es besser, dich mit zwei verschiedenen Sonnencremes einzucremen – mit einer für den Körper und einer Sonnencreme für das Gesicht, denn das ist deutlich empfindlicher.

SONNENCREME: WIE OFT MUSS ICH MICH EINCREMEN?

Einmal eincremen genügt an Freibad- oder Strandtagen leider nicht. Sand, Wasser, Schweiß und das Abtrocknen mit dem Handtuch tragen den Schutzfilm mit der Zeit ab. Nachcremen ist deshalb etwa alle zwei Stunden oder direkt nach dem Baden notwendig.

EINCREMEN IM WINTER – WAS IST WICHTIG?

Glitzernder Schnee, Spaziergänge durch den Winterwald, gemütliche Abende vor dem Kamin: Der Winter kann wunderschön sein! Für deine Haut stellt er aber eine kleine Herausforderung dar. Die trockene Heizungsluft tut ihr gar nicht gut und wenn du das Haus verlässt, wird’s auch nicht besser. Der Grund: Kalte Luft speichert weniger Feuchtigkeit als warme. Dazu kommt, dass die Haut bei niedrigen Temperaturen weniger Talg produziert. All diese Faktoren sorgen dafür, dass deine Haut im Winter schneller austrocknet. Damit du den Winter trotzdem in vollen Zügen genießen kannst – und zwar mit gepflegter, rosiger Haut –, hilft nur eins: eincremen.

Während im Sommer eine leichte, schnell einziehende Creme super ist, darf das Pflegeprodukt im Winter ruhig etwas fester und fettiger sein. Reichhaltigere Cremes legen sich wie eine Wolldecke sanft auf deine Haut und schützen sie vor äußeren Einflüssen – und vor dem Austrocknen.

WIE OFT EINCREMEN IM WINTER?

Im Winter kann es sein, dass deine Haut öfter nach Hilfe schreit. Creme sie deswegen ruhig mehrmals am Tag ein – so vermeidest du, dass sie spannt, Schuppen bildet oder juckt. 



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