Anti-Aging-Cremes: Ab wann sind sie sinnvoll?

Anti-Age-Cremes: Ab wann sind sie sinnvoll?

Wie sich die Bedürfnisse der Haut mit den Jahren verändern

Wann braucht unsere Haut reichhaltigere Pflege? Und gibt es ein „zu früh“ für Anti-Age-Produkte? Hier finden Sie Antworten und Tipps rund ums Thema Hautalterung und der Frage, wie wir ihr begegnen.

Hyaluronsäure, Q10 und Vitamin C: Wann ist die Zeit reif?

Früh übt sich, heißt es. Aber gilt das auch bei Anti-Age-Pflege? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um Cremes gegen Falten.

Ab welchem Alter Anti-Falten-Creme?

Ab wann spezielle Anti-Aging-Produkte mit Anti-Falten-Formeln gefragt sind, hängt vom individuellen Hauttyp und -zustand ab. Im Schnitt sind Anti-Aging-Cremes aber ab Mitte 20 zu empfehlen, wenn die Haut langsam an Feuchtigkeit verliert. 

Ab 30 Jahren zeigen sich meist die ersten Zeichen der Hautalterung – zarte Linien auf der Stirn und Fältchen um die Augen etwa. Dann braucht die Haut mehr Pflege. Tages- und Nachtcremes dürfen ruhig etwas reichhaltiger ausfallen und Anti-Age-Pflegestoffe wie Hyaluronsäure und Q10 enthalten.

Was bedeutet Anti-Aging?

Der englische Begriff „Anti-Aging“ bezieht sich auf medizinische Maßnahmen sowie Pflegeprodukte, aber auch Forschung mit dem Zweck, unseren Körper lange gesund und die Haut lange jung zu halten.

Altern ist ein natürlicher Prozess, der uns allen in den Genen steckt und sich nicht verhindern lässt. Daher zeugt jede Falte auch von einem erfüllten Leben, von glücklichen Momenten, aber auch schwierigen Prüfungen. Lachfalten, Stirnfalten, Augenfalten gehören eben dazu. 

Trotzdem können wir mit einem bewussten Lebensstil, ausreichend Sonnenschutz und Anti-Age-Kosmetik den Alterungsprozess hinauszögern und frühen Falten vorbeugen. Denn schließlich sollte sich jede Frau in ihrer Haut rundum wohlfühlen.

Gibt es ein „zu früh“ für Anti-Age-Produkte?

Gibt es ein "zu früh" für Anti-Age-Produkte?

Wer früher cremt, bleibt länger faltenfrei? In Bezug auf Feuchtigkeitscremes stimmt das. Ausgewiesene Anti-Age-Wirkstoffe wie Q10 oder Hyaluronsäure könnten für jugendliche Haut aber zu intensiv sein. In jungen Jahren braucht die Haut in erster Linie Feuchtigkeit und Sonnenschutz. Etwa ab 30 Jahren steigt das Pflegebedürfnis nach speziellen Anti-Age-Wirkstoffen dann.

Von 20 bis 40: Wenn die Haut mehr Pflege braucht

  • Gesichtspflege ab 20:
    Etwa ab dem 20. Lebensjahr verliert die Haut langsam an Feuchtigkeit, was ab Mitte 20 erste Trockenheitsfältchen möglich macht. Was die Haut jetzt braucht, ist eine gute Pflege-Basis. Es kommt vor allem auf Feuchtigkeit und Lichtschutz an.
  • Gesichtspflege ab 30:
    Ab 30 Jahren etwa arbeiten die Talgdrüsen nach und nach langsamer. Erste Fältchen und Linien treten mitunter jetzt schon deutlicher hervor. Sinnvoll sind reichhaltigere Gesichtscremes mit hautschützenden Antioxidantien wie Q10 oder Vitamin C. Auch auf eine spezielle Augencreme sollten Sie nun nicht mehr verzichten, um diese feine Hautpartie optimal zu unterstützen.
  • Gesichtspflege ab 40:
    In den 40ern kommt dazu, dass die Haut weniger gut mit Nährstoffen versorgt wird und sich langsamer regeneriert. Der Teint wirkt müde, die Faltentiefe nimmt zu. Den Pflegebedürfnissen der Haut entsprechen jetzt z. B. Anti-Aging-Cremes mit Hyaluronsäure. Sie unterstützen natürliche Regenerationsprozesse. Obendrein bereichern Seren, Gesichtsöle und Ampullen-Konzentrate Ihr Beauty-Programm

Wie wirken Anti-Aging-Cremes?

Wie wirken Anti-Aging-Cremes?

Es gibt eine Reihe von Anti-Age-Wirkstoffen, die den Alterungsprozess verlangsamen. Zellaktivierende Inhaltsstoffe etwa können die Haut anregen, wieder mehr Hyaluronsäure, Kollagen und Elastin zu bilden. Antioxidantien haben nachweislich eine Schutzwirkung vor Zell- und Gewebeschäden. So können Anti-Aging-Cremes helfen, den Hautzustand länger zu bewahren. Dennoch lassen sich Falten nicht einfach wegcremen.

Besser früh als spät: wie wir unsere Haut schützen

Wann wir Falten bekommen, hängt von diversen Aspekten ab. Äußere Faktoren beschleunigen den Alterungsprozess jedoch ganz besonders.

Was uns alt aussehen lässt – und was uns jung hält

Die Hautalterung wird von drei wesentlichen Faktoren bestimmt:

  1. Unsere Gene entscheiden über den natürlichen Alterungsprozess, auf den wir keinen Einfluss haben.
  2. Daneben spielen äußere Komponenten eine Rolle, zum Beispiel Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung und schlechte Luftbedingungen. 
  3. Der dritte Faktor ist der individuelle Lebensstil: Abhängig davon, wie wir leben, bilden sich Falten früher oder später. 

Durch einen gesunden Lebensstil und einen ausreichenden UV-Schutz lässt sich der Alterungsprozess verlangsamen. In diesem Zusammenhang ist auch eine sorgsame Hautpflege wichtig.

Welche Faltencreme ist die beste?

Welche Faltencreme sich für Sie am besten eignet, hängt von Ihrem Hauttyp und Ihrem Alter ab. Eine pauschale Antwort auf die Frage gibt es also nicht. Was aber für jeden gilt: Das beste Anti-Aging-Mittel sind Sonnencremes und Tagescremes mit Lichtschutzfaktor. Denn UV-Filter schützen die Haut nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor Zell- und Gewebsschäden, die zu verfrühten Falten führen.

Hätten Sie es gewusst?

Hätten Sie es gewusst?

Wie stark äußere Einflüsse auf unsere Haut wirken, haben wir sehr wohl selbst in der Hand. Den größten Faktor frühzeitiger Faltenbildung etwa können wir abschirmen: Sonnenstrahlung, die mit etwa 80% den meisten Einfluss auf vorzeitige Faltenbildung hat. UVA-Strahlen dringen bis in die mittlere Hautschicht ein und begünstigen die Entstehung freier Radikale. Sonnenschutz sei Dank bewahren wir die Haut vor lichtbedingter Alterung.

Falten vorbeugen: 5 Anti-Aging-Tipps

  • Schön essen: Während Feuchtigkeitscremes die Haut von außen unterstützen, versorgen Gemüse, Obst, Fisch, Nüsse und Vollkornprodukte unseren Körper von innen mit Antioxidantien. Sie können freie Radikale einfangen bzw. deren Entstehung durch Umwelteinflüsse minimieren und so indirekt zu einem gesunden Hautbild beitragen. 
  • Wasser tanken: Wer frühen Trockenheitsfältchen vorbeugen möchte, sollte seiner Haut auch von innen Feuchtigkeit spenden – also genügend trinken. Bei 1,5 bis 2 Litern Wasser täglich ist der Organismus optimal versorgt. Es muss nicht immer Wasser pur sein, Saftschorlen und Tee bringen Abwechslung auf den Getränkeplan. 
  • Achtsam sein: Stress wirkt sich negativ auf unser Nervenkostüm aus, lässt aber auch die Haut alt aussehen. Denn Hektik und Schlafmangel rufen ebenfalls freie Radikale auf den Plan. Das erholsame Gegenkonzept: Tun Sie öfter, wonach Ihnen der Sinn steht und unterschätzen Sie nicht die Bedeutung von Schönheitsschlaf – den braucht die Haut nämlich tatsächlich, um sich zu regenerieren.
  • Fit bleiben: Mit gut dosierter Bewegung – idealerweise an der frischen Luft – kurbeln Sie Ihren Stoffwechsel an. Das fördert auch die Durchblutung und damit die Nährstoffversorgung der Haut. Ein aktiver Lebensstil trägt zusätzlich einfach zur inneren Balance bei, dient also als zuverlässige Anti-Stress-Methode.

Unsichtbar, aber da: Abgase und Feinstaub

Unsichtbar, aber da: Abgase und Feinstaub

Wir merken es gar nicht, aber der Schmutz in der Luft legt sich tagsüber auf die Haut. Auch Feinstaub und Co. tragen zu einer erhöhten Konzentration an freien Radikalen im Körper bei und zählen damit zu den wichtigen Faktoren der Hautalterung. Diese schädlichen Partikel sollten wir deshalb jeden Abend vom Gesicht waschen und die Haut am Morgen mit antioxidativer Pflege für den Tag wappnen.

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