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Schwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold:
Die wichtigsten Infos

Anforderungen für fortgeschrittene Schwimmer

Warum lohnt es sich, weitere Schwimmabzeichen zu machen?
Welche es gibt und was Kinder dafür leisten müssen, erfahren Sie hier.



Schritt für Schritt zum sicheren Schwimmer

Die erste Schwimmprüfung ist geschafft. Um ein sicherer Schwimmer zu werden, ist jedoch noch etwas Übung notwendig. Nächster Schritt: das Bronze-Abzeichen.

Schwimmabzeichen: Ein kurzer Überblick

Wie viele Schwimmabzeichen gibt es?

Der Schwimmpass lässt sich mit insgesamt vier Abzeichen füllen. Seit dem 1. Januar 2020 wird allerdings nicht mehr zwischen Jugendschwimmabzeichen und Schwimmabzeichen unterschieden. Daher haben sich auch die Anforderungen für die einzelnen Schwimmabzeichen geändert – diese sind nun höher.

Welche Schwimmabzeichen gibt es?

  • Frühschwimmer (Seepferdchen)
  • Deutsches Schwimmabzeichen Bronze (Freischwimmer)
  • Deutsches Schwimmabzeichen Silber
  • Deutsches Schwimmabzeichen Gold

Wie viel kostet ein Schwimmabzeichen?

Die Abnahme eines Schwimmabzeichens kostet je nach Schwimmbad meist zwischen 3 bis 8 Euro. Der Schwimmmeister betreut die Prüfung und beurteilt die erbrachte Leistung. Ist die Prüfung geschafft, bekommen die Kleinen ein Abzeichen zum Annähen, als Zeichen dafür, dass diese Stufe des Deutschen Schwimmpasses erreicht wurde!


Seepferdchen geschafft? Dran bleiben!

Mit dem Seepferchen-Abzeichen ist ein erster wichtiger Schritt getan. Ihr Kind kann sich nun unter Aufsicht alleine und angstfrei im Wasser bewegen.

Allerdings bedeutet der Erwerb des Seepferdchens nicht, dass Ihr Kind schon sicher schwimmt. Es gilt vielmehr als Vorbereitung auf die weiteren Abzeichen. Erst mit bestandener Bronze-Prüfung gelten Kinder als sichere Schwimmer.

„Die meisten Kinder wollen nach dem Seepferdchen ohnehin weiter schwimmen lernen“, erklärt Helmut Stöhr, Leiter der Ausbildung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Deshalb bietet es sich an, das Bronze-Abzeichen direkt im Anschluss zu machen.

Schwimmabzeichen: Die Anforderungen steigen

Höhere Anforderung an die Schwimmer

Mit jedem Abzeichen steigt der Schwierigkeitsgrad und damit die Herausforderungen für Schwimmkursteilnehmer: Ab Bronze gehört Tieftauchen zu den Anforderungen, für das Silber- und Gold-Abzeichen auch Streckentauchen.

Was steckt hinter dem Bronze-Abzeichen?

Einigen Müttern und Vätern ist das Bronze-Abzeichen vielleicht noch unter dem Begriff „Freischwimmer“ bekannt. Es gilt für viele als die wichtigste Schwimmprüfung, da es erst erteilt wird, wenn sich die Kinder selbstständig frei und sicher im Wasser bewegen können.

Übung macht den Meister

Richtig gute Schwimmer werden Kinder aber erst dann, wenn sie regelmäßig üben. Das erhöht nicht nur die eigene Schwimmsicherheit, sondern fördert ganz nebenbei auch die Gesundheit und das Selbstvertrauen Ihres Kindes.

Deshalb bieten die DLRG sowie viele Schwimmvereine oder öffentliche Bäder Schwimmkurse an. Hier kann sich Ihr Kind auch auf das silberne und das goldene Schwimmabzeichen des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) vorbereiten und die entsprechenden Prüfungen ablegen.


Schwimmabzeichen: Das sind die Anforderungen

Nach dem Seepferdchen kommen Bronze, Silber und Gold. Aber wie lange müssen Kinder dafür schwimmen, wie weit tauchen und aus welcher Höhe springen?

Was muss man bei Bronze machen?

  • Ca. 2 m Tieftauchen mit Heraufholen eines Gegenstandes.
  • Paketsprung vom Startblock oder 1 m-Brett. Beim Paketsprung umfasst der Prüfling beim Springen seine angewinkelten Beine, nimmt also eine kompakte Haltung an, die an ein Paket erinnert.
  • Sprung kopfwärts vom Beckenrand und 15 Minuten schwimmen, dabei mindestens 200 m zurücklegen.
  • Von den 200 m sind 150 m in Bauch- oder Rückenlage zu schwimmen und 50 m in der anderen Körperlage.
  • Kenntnis von Baderegeln

Was muss man bei Silber machen?

  • Zweimal ca. 2 m Tieftauchen mit Heraufholen je eines Gegenstandes
  • 10 m Streckentauchen (mit Abstoßen vom Beckenrand)
  • Ein Sprung aus 3 m Höhe oder zwei verschiedene Sprünge aus 1 m Höhe
  • Sprung kopfwärts vom Beckenrand und 20 Minuten schwimmen, dabei mindestens 400 m zurücklegen
  • Von den 400 m sind 300 m in Bauch- oder Rückenlange zu schwimmen und 100 m in der anderen Körperlage
  • Kenntnisse von Baderegeln und Verhalten zur Selbstrettung

Was muss man bei Gold machen?

  • Dreimal ca. 2 m Tieftauchen mit Heraufholen je eines Gegenstandes innerhalb von 3 Minuten
  • 10 m Streckentauchen (ohne Abstoßen vom Beckenrand)
  • Ein Sprung aus 3 m Höhe oder zwei verschiedene Sprünge aus 1 m Höhe
  • Sprung kopfwärts vom Beckenrand und 30 Minuten Schwimmen, dabei mindestens 800 m zurücklegen
  • Von den 800 m sind 650 m in Bauch- oder Rückenlage zu schwimmen und 150 m in der anderen Körperlage
  • Startsprung und 25 m Kraulschwimmen
  • 50 m Rückenschwimmen mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit oder Rückenkraulschwimmen
  • 50 m Transportschwimmen (schieben oder ziehen)
  • Startsprung und 50 m Brustschwimmen in höchstens 1:15 Minuten
  • Kenntnisse von Baderegeln
  • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbstrettung, einfache Fremdrettung)

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Auszeichnung für sichere Schwimmer

So sehen die Schwimmabzeichen aus: Silber, Bronze und Gold. Nach dem jeweiligen Erwerb werden sie in den Deutschen Schwimmpass eingetragen.


Schwimmabzeichen machen stolz und motivieren

Die Fähigkeit zu schwimmen, macht Kinder selbständiger. Und sie weckt häufig auch den sportlichen Ehrgeiz. Gemeinsam mit dem Schwimmlehrer können Eltern ihre Kinder zum Leistungs- oder Rettungsschwimmen motivieren.

Ein Schwimmabzeichen motiviert fürs Nächste

Wer beim Schwimmenlernen Erfolge erlebt, ist meistens besonders motiviert, weiterzumachen und sich anzustrengen.

„Deshalb loben gute Schwimmausbilder ihre Schützlinge und drücken ihre Anerkennung bei guter Leistung, aber auch bei Misserfolgen aus“, erklärt Helmut Stöhr.

Die Schwimmabzeichen sind daher nicht nur wichtig, um einen einheitlichen Standard bei der Schwimmausbildung zu gewährleisten. Die Aufnäher und Urkunden, die die Kinder bei erfolgreich abgelegter Prüfung erhalten, machen stolz und motivieren sie zum Weitermachen. Bei vielen Kindern wächst mit jedem Schwimmabzeichen der Wunsch, auch noch das nächste zu schaffen.

schwimmabzeichen-voraussetzungen

Welches Abzeichen kommt nach Gold?

Nach Gold kommt kein Schwimmabzeichen mehr, das zum Deutschen Schwimmpass gehört. Wer alle Abzeichen besitzt, beherrscht verschiedene Schwimmstile. Die besten Voraussetzungen, um mit dem Deutschen Leistungsschwimmpass zu beginnen – oder zum Lebensretter zu werden. Die DLRG bietet Kurse für angehende Rettungsschwimmer an.

Schwimmkurs bei der DLRG

Vom Seepferdchen-Helden zum Leistungsschwimmer

Mit dem Seepferdchen fängt alles an. In manchem Schwimmanfänger steckt aber sogar das Zeug zu einem guten Leistungs- oder Rettungsschwimmer.

Nach dem Gold-Abzeichen zum Rettungsschwimmer?

Spätestens die Anforderungen, die das Gold-Abzeichen an den Schwimmer stellt, sind echte Herausforderungen. Wer sie meistert, beherrscht verschiedene Schwimmstile und ist darauf vorbereitet, im Ernstfall sein eigenes oder ein fremdes Leben zu retten.

Ab dem 10. Lebensjahr können Kinder zusätzlich zu dem Gold-Abzeichen den Juniorretter erlernen. Einfache Fremdrettung, Selbstrettung, Gefahren am und im Wasser – all das gehört zu der vorbereitenden Prüfung der DLRG auf das Rettungsschwimmen.

Sollte mein Kind zum Leistungsschwimmen?

Ein guter Schwimmlehrer wird schnell erkennen, ob ein Kind überdurchschnittlich begabt ist und eventuell vorschlagen, Ihr Kind im Leistungsschwimmen zu fördern. Durch die Teilnahme an Wettkämpfen und regelmäßigen Trainingseinheiten stellen Kinder schnell fest, was sie leisten können und möchten.

Wettkampferfolge motivieren zusätzlich.

„Beim Schwimmenlernen und Sportschwimmen ist es aber wichtig, dass Eltern keinen falschen Ehrgeiz entwickeln. Der Spaß sollte über allem stehen. Die Leistung stellt sich dann von alleine ein“, versichert der DLRG Experte.


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