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Schwimmkurs für Kinder: Checkliste

So finden Eltern den richtigen Kurs
Das Schwimmen lernen Kinder am besten nicht von den Eltern, sondern in einem Schwimmkurs. Doch was macht einen guten Kurs aus? Unsere Checkliste hilft bei der Auswahl.

Schwimmen lernen: Am besten im Schwimmkurs

Laut einer DLRG-Studie aus dem Jahr 2010* kann nur noch jedes zweite Kind im Alter von zehn Jahren schwimmen. Um dies zu ändern, sollten Eltern ihren Kindern einen Schwimmkurs bei einem ausgebildeten Kursleiter ermöglichen. Die Schwimmausbildung beginnt mit dem Seepferdchen, ehe die Kinder nach der Bronze-Prüfung dann als sichere Schwimmer gelten.

Schwimmlehrer bilden kleine Helden aus

Richtig schwimmen lernen Kinder am besten bei ausgebildeten Schwimmlehrern. Sie verfügen über das notwendige Wissen in Schwimmpraxis, Erster Hilfe und Pädagogik.

Darum ist ein professioneller Schwimmkurs wichtig

Manche Eltern glauben, Sie könnten Ihren Kindern das Schwimmen ganz einfach selbst beibringen. Davon rät Helmut Stöhr, Leiter Ausbildung der DLRG, jedoch ab: „So gut es die Eltern vielleicht meinen, in der Praxis sind es die ausgebildeten Experten, auf die sich Mama und Papa verlassen sollten. Schwimmausbilder verfügen über die nötigen Kompetenzen und verkörpern daneben eine Autorität, die Eltern bei dem Thema meist nicht ausstrahlen.“

Die didaktischen Übungen und Herangehensweisen, mit denen in Schwimmkursen Bewegungsabläufe und Atemtechniken trainiert werden, sind Laien in den meisten Fällen unbekannt. Genau diese Übungen helfen Kindern, schnell und sicher das Schwimmen zu erlernen. Ausgebildete Schwimmlehrer, z. B. bei der DLRG, verstehen sich darin, die Kurse freudvoll und angstfrei zu gestalten. Außerdem wissen sie, was in Notsituationen zu tun ist, denn sie sind geübte Ersthelfer. Leider werden immer weniger Schwimmlehrer aus Kostengründen ausgebildet. Daher unterstützt NIVEA die DLRG finanziell bei der Ausbildung von Schwimmlehrern, damit wieder alle Kinder in Deutschland schwimmen lernen.

Schwimmerfolge dank Wertschätzung

Über die fachlichen Qualifikationen hinaus bringt ein guter Schwimmkursleiter pädagogische Fähigkeiten mit, die er in seiner Ausbildung gelernt hat. „Er muss beispielsweise in der Lage sein, direkt eine vertrauensvolle und angstfreie Atmosphäre zu schaffen“, so Stöhr. Und weiter: „Er sollte Verständnis für die Zurückhaltung mancher Anfänger haben und ihnen durch Spiele im Wasser Spaß und Freude vermitteln.“

Für eine andauernde Motivation auch bei Misserfolgen ist Fingerspitzengefühl gefragt: „Das ist genau wie in der Schule oder auf dem Fußballplatz: Misserfolge frustrieren, Erfolge begeistern, spornen an. Gute Schwimmausbilder loben deshalb häufig, bringen Anerkennung und Wertschätzung zum Ausdruck und ermöglichen viele kleine und größere Erfolgserlebnisse“, verrät DLRG-Ausbildungsleiter Stöhr.

Damit Eltern ihr Kind irgendwann mit gutem Gewissen ins Schwimmbad gehen lassen können, ist das Seepferdchen-Abzeichen der erste Schritt zum sicheren Schwimmen. Die meisten Kinder belegen diesen Schwimmkurs im Alter von vier bis sechs Jahren, also oft schon vor dem Besuch der Grundschule.


Schwimmhelden brauchen Vorbilder

Lob und Anerkennung von ausgebildeten Schwimmlehrern bringen Kinder auch nach Misserfolgen zum Lächeln und motivieren zum Weitermachen.

Den richtigen Schwimmkurs für Kinder finden

Angebote für Schwimmkurse finden Sie unter anderem bei Ihrem DLRG Ortsverband, aber auch in öffentlichen Schwimmbädern. Am besten informieren Sie sich direkt vor Ort über das Kursprogramm, Termine und Preise. Der persönliche Eindruck ist das wichtigste Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen einen Schwimmkurs.

Schwimmen lernen: Der Spaß steht im Mittelpunkt

Das Angebot an Schwimmkursen ist groß. Wichtig ist, dass Ihr Kind in der Gruppe Spaß hat und Sie dem Schwimmlehrer vertrauen.

Checkliste: So finden Sie einen guten Schwimmkurs

  • Zertifikate: Der Begriff Schwimmlehrer ist in Deutschland nicht geschützt. Es kann sich also prinzipiell jeder so nennen. Professionell ausgebildete Kursleiter werden Ihnen sicher gerne die erworbenen Zertifikate vorzeigen. Fragen Sie nach, wenn Sie sich unsicher sind.
  • Kursdauer: Der Schwimmkurs für Kinder sollte etwa 15 bis 20 Übungsstunden umfassen. Die einzelnen Kurseinheiten dauern in der Regel 20 bis 45 Minuten.
  • Regelmäßigkeit: Für einen optimalen Lernerfolg sollte ein Kurs regelmäßig stattfinden – mindestens einmal pro Woche.
  • Kursgröße: Eine Teilnehmerzahl von sechs bis acht Kindern ist in den meisten Fällen ideal. Der Schwimmlehrer behält die Übersicht und kann jedes Kind nach seinen Stärken und Schwächen trainieren.
  • Schwimmabzeichen: Kinder motiviert es, wenn sie am Ende des Kurses ein Abzeichen erhalten. Das erste ist das Seepferdchen – das Frühschwimmerzeugnis. Den Stoffaufnäher tragen Kinder mit Stolz auf der Badekleidung.
  • Baderegeln: Nicht nur die Praxis ist wichtig. Es sollten ab dem Bronze-Abzeichen auch die Baderegeln unterrichtet werden.
  • Probestunde: Fragen Sie nach einer kostenlosen Probestunde und begleiten Sie Ihr Kind zum ersten Schwimmunterricht. So können Sie am besten beurteilen, ob Sie dem Schwimmlehrer vertrauen und sich Ihr Kind wohlfühlt.
  • Kosten: Die Kosten für einen Schwimmkurs können sehr variieren. Sie sollten bei der Kurswahl aber eine eher untergeordnete Rolle spielen. Wichtiger ist, dass Sie Ihr Kind in guten Händen wissen und sich der Nachwuchs in der Schwimmgruppe wohlfühlt.

 

*Repräsentative forsa-Umfrage zur Schwimmfähigkeit mit 2.000 Teilnehmern im Auftrag der DLRG, September 2010.




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