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Seepferdchen: Abzeichen für Schwimmhelden

So lernen Kinder richtig schwimmen
Das Seepferdchen macht Kinder zu kleinen Helden. Es ist das erste Abzeichen auf dem Weg zum sicheren Schwimmer. Der beste Ort, um Schwimmen zu lernen, ist ein Schwimmkurs.

Warum es so wichtig ist, schwimmen zu lernen

Viele Grundschulkinder machen keine Seepferdchen-Prüfung mehr und lernen deshalb nicht, richtig zu schwimmen. Dabei ist das Frühschwimmerabzeichen für Kinder der erste Schritt, um ein sicherer Schwimmer zu werden und sich in Notsituationen im Wasser selbst helfen zu können.
Fröhliche Gesichter: Fürs Seepferdchen-Abzeichen werden die ersten Stunden im Schwimmbad bewusst spielerisch gestaltet. Wenn die Kinder beim Schwimmunterricht erste Erfolge erleben, steigt auch gleich Lust auf weitere Übungen.

Wann ist das richtige Alter für das Seepferdchen-Abzeichen?

Entscheidend ist nicht unbedingt, wann Kinder das Schwimmen lernen, sondern dass sie es überhaupt tun. Eine Studie Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) von 2015 zeigt, dass 50 Prozent der Viertklässler heutzutage nicht mehr richtig schwimmen lernen. Mit der Kooperation der DLRG und NIVEA „Seepferdchen für alle“ sollen Tausende Kinder in Deutschland Lust aufs Schwimmen bekommen und das erste Schwimmabzeichen schaffen. Das Seepferdchen wird daher auch Frühschwimmer-Abzeichen genannt. Helmut Stöhr, Leiter der Ausbildung bei der DLRG: „Es geht bei uns immer um die Sicherheit vor dem Ertrinken. Gerade Kinder zieht das Wasser magisch an. Deshalb sollten sie so früh wie möglich damit vertraut gemacht werden.“

Stöhr rät Eltern, ihre Kinder hierfür unbedingt bei einem Kurs anzumelden und ihnen das Schwimmen nicht selbst beizubringen, „denn so gut es die Eltern vielleicht meinen, in der Praxis sind es die ausgebildeten Experten, auf die sich Mama und Papa verlassen sollten.“ Mit dieser Checkliste finden Eltern den passenden Schwimmkurs für ihre Kinder. Die DLRG empfiehlt, bereits ab vier Jahren mit der Wassergewöhnung zu beginnen. Seepferdchen-Schwimmkurse beginnen ab etwa fünf Jahren.


Anforderungen für das Seepferdchen-Abzeichen

Die Seepferdchen-Prüfung ist erst der Anfang. Aber ein sehr wichtiger. Denn er bereitet die Teilnehmer auf weitere Abzeichen vor und ist die wichtigste Voraussetzung, damit Kinder später zu sicheren Schwimmern werden.

Was lernen die Kinder im Seepferdchen-Kurs?

Die Schwimmanfänger lernen zunächst Schritt für Schritt das nasse Element und seine besonderen Herausforderungen kennen. Erste Ziele sind die Gewöhnung ans Wasser und erste kleine Schwimmerfolge, damit die Kinder Lust auf weitere Übungen bekommen.

„Ganz am Anfang gehen die Kinder zum Beispiel im Entengang durch flaches Wasser“, sagt Helmut Stöhr. Sie verlieren auf diese Weise die Angst vor dem Wasser, beispielsweise indem Sie das Gesicht sehr nah an der Wasseroberfläche halten oder wenn sie kurz mit dem Kopf untertauchen und lernen, dabei die Augen offen zu halten. All das geschieht spielerisch, zum Beispiel mit kleinen Plastikeiern, die Kinder anpusten und so übers Wasser bewegen.

Mit dem Schwimmlehrer wagen sie im Seepferdchen-Schwimmkurs außerdem den ersten Sprung ins Wasser und lernen zunächst einfaches Gleiten. Danach folgen die Schwimmtechniken sowie der Aufbau von Kondition, um am Ende die Prüfung zu meistern.

Das sind die Anforderungen fürs Seepferdchen:

  • Sprung vom Beckenrand
  • 25 Meter Schwimmen
  • Heraufholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser

 

Haben die Kinder ihr Seepferdchen geschafft, dürfen die Eltern das Abzeichen auf den Badeanzug oder die Badehose aufnähen. „Ein Seepferdchen markiert den Einstieg in die Schwimmausbildung“, erzählt Helmut Stöhr.




Wer eine Strecke von 25 Metern im Wasser allein und ohne Schwimmhilfe schwimmen kann, den Sprung vom Beckenrand wagt und einen Gegenstand aus schultertiefem Wasser heraufholt, erhält das Seepferdchen-Abzeichen und eine Urkunde.

Tipps für "Seepferdchen"-Eltern

Auch bei Eltern ist die Freude groß, wenn das Kind sein Seepferdchen macht. Das Frühschwimmer-Abzeichen macht es trotzdem noch nicht zu einem sicheren Schwimmer. Ein wachsames Auge auf den Nachwuchs beim Spielen im oder am Wasser ist weiterhin Pflicht, um Badeunfällen vorzubeugen.

Behalten Sie Ihr Kind im Auge

Sicher ist sicher. Eltern fühlen sich besser, wenn sie wissen, dass ihr Kind im Zweifel auch allein im Wasser zurechtkommt. Trotzdem sollten Sie Ihr Kind am Strand oder im Schwimmbad jederzeit im Blick behalten.

Seepferdchen-Abzeichen: Was Eltern wissen sollten

Das Seepferdchen-Abzeichen ist der allererste Schritt, ein sicherer Schwimmer zu werden. Vor allem motiviert es die Kinder, weitere Abzeichen zu erreichen.

Helmut Stöhr warnt allerdings: „Der Erwerb des Seepferdchens allein bedeutet nicht, dass ein Kind sicher schwimmen kann.“ Hierfür bedarf es regelmäßiger Übung. „Erst ab dem Jugendschwimmabzeichen Bronze können wir davon sprechen, dass jemand sicher schwimmen kann. Dann kann derjenige in 15 Minuten wenigstens 200 Meter zurücklegen und einen Gegenstand aus zwei Metern Tiefe heraufholen.“ Ein wichtiger Faktor, der ebenfalls häufig unterschätzt wird: „Die Kinder kennen dann auch die Baderegeln." Sätze wie „Tauche andere nicht unter“ sollten auch schon die Kleinsten kennen.

Für Eltern kleiner Seepferdchen-Absolventen heißt das:

  • Die Kinder im Wasser nie aus den Augen lassen.
  • Nur an ausgewiesenen und überwachten Badestellen schwimmen gehen.
  • Wichtig: Weder Schwimmringe, -reifen, -flügel noch ein Gummitier bieten ausreichenden Schutz vor dem Ertrinken.
  • Machen Sie ihr Kind mit den Baderegeln vertraut.



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