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Schwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold: Die wichtigsten Infos

Anforderungen für fortgeschrittene Schwimmer

Warum lohnt es sich, weitere Schwimmabzeichen zu machen? Welche es gibt und was Kinder dafür leisten müssen, erfahren Sie hier.

Schritt für Schritt zum sicheren Schwimmer

Die erste Schwimmprüfung ist geschafft. Um ein sicherer Schwimmer zu werden, ist jedoch noch etwas Übung notwendig. Nächster Schritt: das Bronze-Abzeichen.

Mit jedem Schwimmabzeichen erweitern Kinder ihre Fähigkeiten

Wenn Ihr Kind das Seepferdchen-Abzeichen erlangt hat, ist ein erster wichtiger Schritt getan. Es kann sich nun unter Aufsicht alleine und angstfrei im Wasser bewegen.

Allerdings bedeutet der Erwerb des Seepferdchens nicht, dass Ihr Kind schon sicher schwimmt. Es gilt vielmehr als Vorbereitung auf die weiteren Abzeichen. Erst mit bestandener Bronze-Prüfung, dem ersten Jugendschwimmabzeichen, gelten Kinder als sichere Schwimmer.

„Die meisten Kinder wollen nach dem Seepferdchen ohnehin weiter schwimmen lernen“, erklärt Helmut Stöhr, Leiter der Ausbildung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Deshalb bietet es sich an, das Bronze-Abzeichen direkt im Anschluss zu machen.




Höhere Anforderungen an die Schwimmer

Schwimmabzeichen: Die Anforderungen steigen

Mit jedem Abzeichen steigt der Schwierigkeitsgrad und damit die Herausforderungen für Schwimmkursteilnehmer: Ab Bronze gehört Tieftauchen zu den Anforderungen, für das Silber- und Gold-Abzeichen auch Streckentauchen.

Was steckt hinter dem Bronze-Abzeichen?

Einigen Müttern und Vätern ist das Abzeichen vielleicht noch unter dem Begriff „Freischwimmer“ bekannt. Es gilt für viele als die wichtigste Schwimmprüfung, da es erst erteilt wird, wenn sich die Kinder selbstständig frei und sicher im Wasser bewegen können.

Übung macht den Meister

Richtig gute Schwimmer werden Kinder aber erst dann, wenn sie regelmäßig üben. Das erhöht nicht nur die eigene Schwimmsicherheit, sondern fördert ganz nebenbei auch die Gesundheit und das Selbstvertrauen Ihres Kindes.

Deshalb bieten die DLRG sowie viele Schwimmvereine oder öffentliche Bäder Schwimmkurse an. Hier kann sich Ihr Kind auch auf das silberne und das goldene Jugendschwimmabzeichen des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) vorbereiten und die entsprechenden Prüfungen ablegen.

Schwimmabzeichen für Kinder: Die Anforderungen

Nach dem Seepferdchen kommen Bronze, Silber und Gold. Aber wie lange müssen Kinder dafür schwimmen, wie weit tauchen und aus welcher Höhe springen?

Anforderungen für das Schwimmabzeichen Bronze

  • Sprung vom Beckenrand und mindestens 200 m Schwimmen in höchstens 15 Minuten
  • Einmal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen eines Gegenstandes
  • Sprung aus 1 m Höhe oder Startsprung
  • Kenntnis der Baderegeln 

Anforderungen für das Schwimmabzeichen Silber

  • Startsprung und mindestens 400 m Schwimmen in höchstens 25 Minuten, davon 300 m in Bauch- und 100 m in Rückenlage
  • Zweimal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen je eines Gegenstandes
  • 10 m Streckentauchen
  • Sprung aus 3 m Höhe
  • Kenntnis der Baderegeln und der Selbstrettung

Anforderungen für das Schwimmabzeichen Gold

  • 600 m Schwimmen in höchstens 24 Minuten
  • 50 m Brustschwimmen in höchstens 1:10 Minuten
  • 25 m Kraulschwimmen
  • 50 m Rückenschwimmen mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit oder 50 m Rückenkraulschwimmen
  • 15 m Streckentauchen
  • Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen von drei Tauchringen aus einer Wassertiefe von etwa 2 Metern innerhalb von 3 Minuten in höchstens 3 Tauchversuchen
  • Sprung aus 3 m Höhe
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen
  • Kenntnis der Baderegeln
  • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und einfache Fremdrettung)

Auszeichnung für sichere Schwimmer

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So sehen die Jugendschwimmabzeichen des DSV aus: Silber, Bronze und Gold. Wenn alle drei Schwimmabzeichen abgelegt wurden, erhält der Absolvent den Deutschen Jugendschwimmpass. Er wurde von der DLRG entwickelt und kann von Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr erlangt werden.  

Schwimmabzeichen machen stolz und motivieren

Die Fähigkeit zu schwimmen, macht Kinder selbständiger. Und sie weckt häufig auch den sportlichen Ehrgeiz. Gemeinsam mit dem Schwimmlehrer können Eltern ihre Kinder zum Leistungs- oder Rettungsschwimmen motivieren.

Ein Schwimmabzeichen motiviert fürs Nächste

Wer beim Schwimmenlernen Erfolge erlebt, ist meistens besonders motiviert, weiterzumachen und sich anzustrengen.

„Deshalb loben gute Schwimmausbilder ihre Schützlinge und drücken ihre Anerkennung bei guter Leistung, aber auch bei Misserfolgen aus“, erklärt Helmut Stöhr.

Die Schwimmabzeichen sind daher nicht nur wichtig, um einen einheitlichen Standard bei der Schwimmausbildung zu gewährleisten. Die Aufnäher und Urkunden, die die Kinder bei erfolgreich abgelegter Prüfung erhalten, machen stolz und motivieren sie zum Weitermachen. Bei vielen Kindern wächst mit jedem Schwimmabzeichen der Wunsch, auch noch das nächste zu schaffen.

Bronze, Silber, Gold – und dann?

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Wer alle Abzeichen besitzt, beherrscht verschiedene Schwimmstile. Die besten Voraussetzungen, um mit dem Leistungsschwimmen zu beginnen – oder zum Lebensretter zu werden. Die DLRG bietet Kurse für angehende Rettungsschwimmer an.

Nach dem Gold-Abzeichen zum Rettungsschwimmer?

Spätestens die Anforderungen, die das Gold-Abzeichen an den Schwimmer stellt, sind echte Herausforderungen. Wer sie meistert, beherrscht verschiedene Schwimmstile und ist darauf vorbereitet, im Ernstfall sein eigenes oder ein fremdes Leben zu retten.

„Ab dem zehnten Lebensjahr können Kinder zusätzlich zu den Jugendabzeichen den Junior-Retter erlernen und somit in die Ausbildung zum Rettungsschwimmer einsteigen“, erklärt Helmut Stöhr.

Sollte mein Kind zum Leistungsschwimmen?

Ein guter Schwimmlehrer wird schnell erkennen, ob ein Kind überdurchschnittlich begabt ist und eventuell vorschlagen, Ihr Kind im Leistungsschwimmen zu fördern. Durch die Teilnahme an Wettkämpfen und regelmäßigen Trainingseinheiten stellen Kinder schnell fest, was sie leisten können und möchten.

Wettkampferfolge motivieren zusätzlich. „Beim Schwimmenlernen und Sportschwimmen ist es aber wichtig, dass Eltern keinen falschen Ehrgeiz entwickeln. Der Spaß sollte über allem stehen. Die Leistung stellt sich dann von alleine ein“, versichert der DLRG Experte.

Vom Seepferdchen-Helden zum Leistungsschwimmer

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Mit dem Seepferdchen fängt alles an. In manchem Schwimmanfänger steckt aber sogar das Zeug zu einem guten Leistungs- oder Rettungsschwimmer.

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