Sanfte Pflege für die Hände

Die Welt der Seife

Sanfte Pflege für die Hände
Seife reinigt unsere Haut und verführt unsere Sinne mit ihrem Duft. Doch wer hat sie erfunden und wie entsteht sie eigentlich? Tauchen Sie ein in die Welt der Seife.

Seife – eine grosse Entdeckung

Fast so alt wie die Menschheit: Schon früh wurde das chemische Verfahren entdeckt, bei dem Seife entsteht. Heute ist sie in jedem Haushalt zu finden. Entdecken Sie die große Erfolgsgeschichte der Seife.

Woher kommt die Waschkraft der Seife?

Die Herstellung von Seife gehört zu den ältesten chemischen Verfahren, die der Mensch für das Produzieren in großem Maßstab nutzte. Seife entsteht dann, wenn Fette und Öle zersetzt werden. Chemisch betrachtet sind Seifen eigentlich Natrium- oder Kalium-Salze höherer Fettsäuren.
Ihre reinigende Kraft beruht auf wasserlöslichen Molekülen, den sogenannten Tensiden. Die Moleküle bestehen aus zwei Teilen – einem wasserliebenden Kopf und einem fettliebenden Anhang, der sich an Schmutzteilchen anlagern kann.
Da sich Tenside wegen ihrer gleichartigen elektrischen Ladung voneinander abstoßen, lösen sie die Schmutzteilchen und halten sie in der Schwebe. Mit Wasser kann man jetzt die Partikel leicht wegspülen. Tenside setzten außerdem die Oberflächenspannung des Wassers herab und verdrängen dabei den Schmutz.

Die grosse Vielfalt der Seife

Es gibt sie fest, flüssig oder als Schaum. Seife kennen wir in unterschiedlichsten Variationen. Aber welche Seife ist für Ihre Haut die richtige?

Sanfte Pflege für die Kleinsten

Baby-Haut ist besonders empfindlich. Deshalb haben wir ein mildes, seifenfreies Waschgel mit hautfreundlichem pH-Wert entwickelt. Das NIVEA Baby Mildes Waschgel Haar & Körper reinigt zarte Haut ganz sanft.

Seife oder Syndet? Lernen Sie den Unterschied kennen!

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Produkttypen: Seife und Syndet. Sie habe einen unterschiedlichen pH-Wert. Die Bezeichnung „pH“ ist das Maß für die Wasserstoffionenkonzentration.
Wasser hat z. B. einen pH-Wert von 7. Eine Flüssigkeit reagiert umso stärker sauer oder basisch, je weiter ihr pH-Wert von 7 abweicht. Unserer Haut lässt sich der pH-Wert 5 zuordnen. Dieser Säureschutzmantel ist wichtig für unsere Haut, denn er schützt sie vor Mikroorganismen und Schadstoffen von außen.
Waschen wir uns mit Seife, die bei einem pH-Wert von 8-11 liegt, steigt der pH-Wert der Haut in den basischen Bereich. Dabei wird der Säureschutzmantel angegriffen und die Haut kann leichter Feuchtigkeit verlieren, Syndets kann man bei der Herstellung auf den pH-Wert der Haut einstellen und gelten deshalb als schonender.
Zu den Syndets gehören Duschbäder, Waschlotionen, Waschstücke und Emulsionen. Menschen mit sehr trockener Haut oder Akne sollten lieber zu Syndets greifen. Einer gesunden Haut schadet Seife jedoch nicht – der Säureschutzmantel reguliert sich schon nach wenigen Stunden von selbst.

Für zart gepflegte Hände

Hände reinigen und pflegen

Die Haut unserer Hände ist sehr beansprucht und besonders am Handrücken dünn und sensibel. Äußere Einflüsse wie Sonne, Kälte oder Wasser stören die natürliche Schutzbarriere. Schöne Hände benötigen deshalb eine sanfte Reinigung und ausreichend Pflege.

Händewaschen bei empfindlicher Haut

Um die Haut von Schmutz zu befreien, greifen wir täglich zur Seife. Besonders Flüssigseifen sind sehr hautverträglich. Fakt ist aber, dass schon das Waschen allein nur mit Wasser die Haut austrocknet. Zusätzlich entfernen sowohl Seifen als auch Syndets wertvolles Hautfett. Greifen Sie deshalb immer zu Produkten, die natürliche Fette und Öle enthalten.

Die NIVEA Honey & Oil Cremeseife unterstützt die Haut durch ihre milde Formel mit Jojoba-Öl und hilft, ihre natürliche Feuchtigkeitsversorgung zu bewahren. Die Lemongrass & Oil Flüssigseife mit wertvollen Zitronengras-Extrakten und reichhaltigen Ölperlen spendet intensive Feuchtigkeit, pflegt schonend und verwöhnt die Haut mit einem kühlen Frische-Kick - bei jeder Handwäsche.

Für trockene Haut eignet sich auch das Cremesoft Waschstück. Das Waschstück enthält neben klassischen Seifen-Tensiden auch Bestandteile aus den milderen Syndets, sowie einen neutralen pH-Wert. Es reinigt mit seiner reichhaltigen Zusammensetzung sehr sanft ohne die Haut zusätzlich auszutrocknen.

Intensive Pflege nach der Reinigung

Um die empfindliche Haut an den Händen zu schützen, sollten Sie ihr nach dem Waschen etwas Pflege gönnen. Die NIVEA Natural Balance Hand Creme schützt mit einer Formel mit Bio-Arganöl auch trockene Haut effektiv.

In 6 Schritten saubere und gepflegte Hände

  • Hände mit Wasser befeuchten.
  • Seife auf der Handfläche verteilen und aufschäumen.
  • Handflächen und Fingerzwischenräume säubern.
  • Hände ineinander haken und reiben, um die Fingerspitzen einzuseifen. Danach die Finger einzeln säubern.
  • Hände gründlich abwaschen.
  • Handcreme auftragen.

Seife: Ein Erlebnis für alle Sinne

Sie duftet gut und umschmeichelt die Haut. Seife ist viel mehr als nur ein Mittel, um unseren Körper zu reinigen. Die lange und vor allem kunstvolle Tradition der Herstellung verlieh der Seife schon immer einen Hauch von Luxus. Entdecken Sie, wie Sie Seife auch selbst herstellen können.

Do it Yourself: Naturseife für zu Hause

Heute erleben handgefertigte Seifen eine Renaissance. Natürliche Inhaltsstoffe wie Olivenöl, Kokosöl, Tonerde oder Sheabutter säubern die Hände ganz ohne künstliche Zusatzstoffe, wie Konservierungsstoffe, Silikone und Weichmacher. Seife können Sie auch selbst herstellen – zum Beispiel als wertvolles Geschenk für Ihre Freundinnen.
Dazu benötigen Sie Ätznatron, pflanzliche Öle und Wasser.
Ausgerüstet mit einem Kochtopf, einem Behälter zum Mixen, einer sehr genauen Waage, Spachtel, Löffel, Mixer, Handschuhe, Schutzbrille, Schürze, Essig, Zeitungspapier, Küchenrolle und Küchenhandtücher kann es in Ihrer Küche losgehen.
Allerdings ist bei der Herstellung von hausgemachten Naturseifen etwas Vorsicht geboten. Genauigkeit, Ordnung und Ruhe sind notwendig. Sie sollten sich deshalb ausreichend Zeit nehmen und alle Ablenkungen vermeiden. Ihr Basisrezept für selbstgemachte Seifen:
  • 250g Kokosöl
  • 350g Olivenöl
  • 300g Rapsöl
  • 120g Natriumhydroxid (NaOH, erhältlich in der Apotheke)
  • 260g Wasser

Pflege mit allen Sinnen

Mit ätherischen Ölen wie Pfefferminz- oder Zitronengrasöl können Sie Ihrer Seife einen individuellen Duft verleihen. Auch Kräuter eigenen sich für die Seifenherstellung zu Hause.

So machen Sie Seife selber

  • Die Pflanzenöle bzw. das Pflanzenfett werden in einem großen Topf erwärmt, bis alles flüssig sind.
  • In der Zwischenzeit die Laugenlösung herstellen: Die weißen Kristalle werden in destilliertem Wasser aufgelöst. Achtung: Das Wasser niemals über die Lauge gießen, sondern immer die Lauge langsam ins Wasser geben. Sorgen Sie für ausreichend Lüftung und tragen Sie eine Schutzbrille, denn die Lösung wird sich stark erwärmen und ätzende Dämpfe bilden.
  • Die heiße Laugenlösung vorsichtig in den Topf mit dem Öl gießen – es sollte immer noch 50 - 60 °C warm sein. Jetzt bildet sich sofort eine milchige Masse. Mit dem Stabmixer oder dem Rührlöffel rühren, bis die Seifenmasse puddingartig dick wird. Fest genug ist sie, wenn Sie mit dem Löffel an der Oberfläche Spuren hinterlassen können.
  • Jetzt wird die Masse in die Seifenform gegeben und bleibt mindestens 48 Stunden in der Form.
  • Bevor Sie die Seifenstücke verwenden, müssen sie noch mindestens einen Monat an einem dunklen, kühlen und gut durchlüfteten Ort trocknen.
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