Sheabutter

Sheabutter: Anwendungstipps für Haut und Haare

Von Kopf bis Fuß: Rezept-Ideen für DIY-Kosmetik
Erfahren Sie alles Wissenswerte über den Beauty-Allrounder aus Afrika und entdecken Sie tolle DIY-Tipps für selbst gemachte Gesichtsmasken, Peelings und Haarkuren mit verwöhnender Sheabutter.

Pure Sheabutter: Anwendung auf der Haut und in den Haaren

Sheabutter lässt sich vielseitig einsetzen: Sie können sie beispielsweise pur verwenden. Dann genügt bereits eine Fingerspitze von dem reichhaltigen Fett, um es in die Haarspitzen einzuarbeiten oder die Haut damit zu verwöhnen.

Was ist Sheabutter und wie kann ich sie verwenden?

Sheabutter wird aus den Fruchtkernen des afrikanischen Sheanussbaums, auch als Karitébaum bekannt, gewonnen. In vielen Regionen verwenden Einheimische das Fett zum Kochen und zur Anwendung auf Haut und Haaren. Mittlerweile finden Sie die aromatische Sheabutter auch bei uns: als Bestandteil in Schokolade und als Zutat in zahlreichen Kosmetikprodukten. Sie können das Pflanzenfett aber genauso gut pur verwenden, zum Beispiel so:

Sheabutter für die Haut: Sheabutter schmilzt bei Körperwärme und hinterlässt einen leichten Film auf der Haut, wodurch sie sich schön weich anfühlt. Weil es sehr lange dauert, ehe Sheabutter einzieht, eignet sich ihr Gebrauch vor allem für die Anwendung vor dem Schlafengehen.

Sheabutter für die Lippen: Sie können das Naturprodukt auch zwischendurch auf die Lippen auftragen. Durch die feste Konsistenz und das angenehm nussige Aroma lässt sich Sheabutter wie ein Lippenbalsam anwenden.

Sheabutter für die Haare: Verteilen Sie eine Messerspitze mit den Fingern in den Haarenden. Vorsicht bei feinen Haaren: Weil Sheabutter langsam einzieht, könnten die Strähnen schnell fettig wirken.

Sheabutter ist besonders reichhaltig

Bei Körperkontakt schmilzt die eigentlich feste Sheabutter durch die Wärme zu einem Öl, das einen reichhaltigen Film hinterlässt. Ideal als Körperbutter vor dem Schlafen – oder zwischendurch für die Lippen.

3 Rezept-Ideen mit Sheabutter

Neben der puren Anwendung des Naturprodukts eignet sich Sheabutter auch als Zutat für DIY-Kosmetik. Mit wenigen Handgriffen und ein paar Extras aus der Küche entsteht zum Beispiel eine Haarkur, eine Gesichtsmaske oder ein Peeling.

Was Sheabutter so wertvoll macht

Sheabutter gehört zu den kostbarsten und teuersten Pflanzenfetten der Welt. Das liegt zum einen daran, dass der Sheanussbaum nur in Westafrika wächst, zum anderen an der aufwendigen, traditionellen Herstellungsweise.

So entsteht Sheabutter

Bei der traditionellen Herstellung werden die Kerne zunächst geröstet und dann zu einem Brei zerstoßen. Beim Aufkochen setzt sich das Öl ab, dass sich dann zu Sheabutter verfestigt. Sie erhalten Sheabutter zum Beispiel in Drogerien und Reformhäusern.

Aufwendige Herstellung nach traditionellem Verfahren

Die bis zu 20 Meter hohen Sheanussbäume wachsen ausschließlich in den Savannen Westafrikas. Sie erreichen ein Alter von bis zu 300 Jahren und tragen erst nach rund 20 Jahren zum ersten Mal Früchte. Die Bäume gelten bei den Einheimischen als heilig. Nur Frauen haben das Recht, die fetthaltigen Kerne der Früchte zur wertvollen unraffinierten Sheabutter zu verarbeiten. Häufig wählen sie dafür noch ein aufwendiges, traditionelles Verfahren:

  • Um an das kostbare Fett zu kommen, werden die Kerne zunächst vom Fruchtfleisch getrennt und über Feuer geröstet.
  • Anschließend zerstoßen die Frauen die Kerne mit einem Mörser zu einem bräunlichen Brei.
  • Danach kochen sie den Brei mehrfach auf, bis sich das Sheaöl von den Kernen trennt und abgeschöpft werden kann.
  • Beim Abkühlen verfestigt sich das Öl und es entsteht eine elfenbeinfarbene Butter mit nussigem Duft.

Tipp: Wählen Sie beim Kauf unbedingt unraffinierte Sheabutter. Mittlerweile gibt es auch industriell verarbeitete Produkte. Diese Fette sind zwar günstiger, allerdings gehen bei der Herstellung auch viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren.

Tipps & Tricks: Kosmetik selber machen

Sheabutter ist nur einer von vielen natürlichen Beauty-Allroundern. Hier finden Sie zahlreiche Rezept-Ideen, wie Sie auch Kokos-, Jojoba- und Arganöl zu tollen DIY-Kosmetikprodukten verarbeiten können.
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