Sonnenschutz für Kinder

Sonnencreme: Kinder brauchen besonderen Schutz

Ein Sonnenschutz-Ratgeber für Eltern
Warum ist Sonnenschutz bei Kindern so wichtig und welche Sonnencreme ist die richtige? Lesen Sie hier, wie Sie empfindliche Kinderhaut optimal vor UV-Strahlung schützen.

Sonnencreme für Kinderhaut: Zuverlässiger Schutz im und Am Wasser

Kinderhaut reagiert sehr empfindlich auf Sonnenstrahlung und ist weitaus schutzbedürftiger als die Haut von Erwachsenen. Auf den Sommerurlaub und Spaß im Freien müssen die Kleinen aber nicht verzichten – sofern Eltern ein paar Sonnenschutz-Regeln beachten.

Was macht Kinderhaut so sonnenempfindlich?

Kinderhaut unterscheidet sich von Erwachsenenhaut in vielerlei Hinsicht: Sie ist wesentlich dünner und im Allgemeinen empfindlicher – besonders gegenüber UV-Strahlung.

In den ersten Lebensjahren sind die hauteigenen Schutzmechanismen noch kaum entwickelt. Die Haut kann weder eine Lichtschwiele noch genügend Pigmente bilden. Sie ist deshalb durchlässiger für UV-Strahlung, sodass diese schneller die UV-anfälligen Stammzellen erreicht.

Auch die Abläufe zur Regeneration der Haut funktionieren bei Kindern in den ersten Lebensjahren noch nicht richtig. Häufig sind Eigenschutzmechanismen und Bräunungsfähigkeit der Haut sogar erst im Teenageralter vollständig ausgeprägt.

Ab wann dürfen Kinder in die Sonne?

Hautärzte empfehlen, Babys und Kleinkinder bis zu drei Jahren keinem direkten Sonnenlicht auszusetzen. Besondere Vorsicht gilt in den ersten 12 Lebensmonaten: Im prallen Sonnenlicht ist die Haut von Säuglingen nicht ausreichend geschützt und rötet sich sehr schnell. Das kann kurzfristig schmerzhaft sein und sich langfristig negativ auf die Gesundheit auswirken: Denn Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter deutlich.

Ausreichend Vitamin D im Sommer?

Kinder brauchen Sonne, damit ihre Haut ausreichend Vitamin D synthetisieren kann. Es kommt Nervenzellen, Muskeln und Knochen zugute. Um die Produktion anzukurbeln, genügen aber bereits wenige Minuten im Schatten. Selbst dort erreichen die Haut noch bis zu 50 Prozent der UV-Strahlen.

Sonnencreme für Kinder: Hoher Schutz für empfindliche Haut

Kinder-Sonnencreme: Tipps zum Auftragen

Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige und warum sollte Sonnencreme für Kinder wasserfest sein? Diese Tipps verraten Eltern, welche Sonnencremes für Kinder besonders geeignet sind und worauf es beim Eincremen ankommt.

Sonnencreme: Kinderhaut braucht einen hohen Lichtschutzfaktor

Eine gute Sonnencreme für Kinder sollte einen Lichtschutzfaktor 50+ bieten, leicht aufzutragen und wasserfest sein, um den UV-Schutz auch beim Planschen zu gewährleisten. Wählen Sie am besten „extra wasserfeste“ oder „extra langanhaltend wasserfeste“ Sonnencremes.

Cremen Sie alle Körperstellen sorgfältig ein: Ohren (und dahinter), Hände, Füße und Knie nicht vergessen. Für die zarte Lippenhaut eignet sich ein LSF-Pflegestift.

Spätestens alle zwei Stunden und sofort nach dem Spielen im Wasser nachcremen. Denn: Schweiß, Sand, Wasser und das Abrubbeln mit dem Handtuch tragen den Schutzfilm ab – das wiederholte Eincremen verlängert den UV-Schutz nicht, hält ihn aber stabil.

Kinder eincremen: Besonders einfach mit Sonnen-Roller

NIVEA Sonnenschutzprodukte wirken zwar direkt nach dem Auftragen. Cremen Sie Kinder dennoch einige Zeit vor dem Aufenthalt in der Sonne ein – so sind sie bereits auf dem Weg zum Strand geschützt. Tipp: Besonders praktisch und einfach zu handhaben sind Sonnen-Roller, mit denen Kinder die Sonnencreme einfach auf die Haut rollern und das Eincremen ganz spielerisch lernen.

Sonnencreme für Kinder: Großzügig eincremen

Alles in Maßen? Bei Sonnencreme ist das Gegenteil der Fall: Tragen Sie Sonnenlotion, Sonnenspray oder Sonnencreme (LSF 50+) immer großzügig und gleichmäßig auf. Gute Kontrolle darüber, wie gut die Creme verteilt wurde, bieten gefärbte Sonnensprays.

Wie viel Sonnencreme auftragen?

  • Damit Sonnencreme die empfindliche Kinderhaut zuverlässig schützen kann, sollten Eltern ihren Nachwuchs großzügig eincremen. So können Sie sicher sein, dass der Lichtschutzfaktor seine Wirkung voll entfaltet.
  • NIVEA Sun hat deshalb eine einfache Faustformel entwickelt: Verwenden Sie jeweils ein Maß (wie viel das ist, erfahren Sie einen Punkt weiter unten) für Hals, Gesicht, Nacken und jeden Arm. Für Rücken, Bauch und jedes Bein jeweils zwei Maß.
  • Bei 3-5-Jährigen ist das Maß jeweils ein Strich Sonnenmilch in der Länge von 1 bis etwa 1,5 Mittelfingern oder 5 bis 6 Sprühstöße Sonnenspray.
  • Bei 6-10-Jährigen ein Strich von 1,5 bis etwa 2 Mittelfingern oder 7 bis 10 Sprühstöße Sonnenspray.
  • Bei älteren Kindern und Erwachsenen 1 Strich Sonnencreme vom Handgelenk bis zur Spitze des Mittelfingers oder 15 Sprühstöße Sonnenspray.
  • Bei Kindern bis zu fünf Jahren sollte auf den Gesichts-, Hals- und Nackenbereich die doppelte Menge aufgetragen werden, da bei den Kleinen der Kopf überproportional groß ist.

Muss im Sommer mit: Sonnenhut & dicht gewebte Kleidung

Raus aus der prallen Mittagssonne: Ist kein Schatten in Sicht, schirmen Sonnenhut und sonnendichte Kleidung einen Teil der UV-Strahlen ab. Trotzdem sollten Sie auch die bedeckten Körperstellen eincremen. Nur so erreichen Sie einen umfassenden Schutz.

Richtig angezogen in die Sonne

Den besten Schutz vor UV-Strahlung bietet die Kombination aus Kinder-Sonnencreme, Schatten und Kleidung – sowohl im Urlaub als auch bei allen Outdoor-Aktivitäten im Alltag. Sonnengerechte Textilien sind dicht gewebt und bestehen bestenfalls aus wenig durchlässigen Materialien wie Nylon, Wolle oder Seide.

Besonders praktisch ist Kinderkleidung, bei der eine spezielle Webtechnik und Kunstfasern schädliche UV-Strahlen abschirmen. Diese UV-Shirts, Hosen, Hemden und Badeanzüge sind äußerst leicht und trocknen schnell – das optimale Outfit also für Babys und Kleinkinder, deren Haut sehr anfällig für Sonnenbrand ist.

Zu einer sonnengerechten Ausstattung gehören:

  • Hut, Tuch oder Kappe – bestenfalls mit Schirm und Nackenschutz, um Kopfhaut, Nacken, Ohren und das Gesicht vor Sonnenbrand zu schützen.
  • Luftige Shirts, Hemden und Hosen, die viel Haut bedecken, aber dennoch bequem sind. Achtung: Nicht jedes Material schirmt UV-Strahlung gleich gut ab. Achten Sie beim Kauf von spezieller UV-Kleidung darauf, dass sie dem UV-Standard 801 entspricht und mindestens einen UV-Schutz 30 bietet.
  • Sandalen, die den Fußrücken und die Ferse ausreichend bedecken.
  • Eine Sonnenbrille mit UV-Filter, um auch die Hornhaut vor Lichtschäden zu schützen.

Sommer, Sonne und Strand sorgenfrei geniessen

Wenn Kinder mit Sonnencreme, Sonnenschirm, Shirts und Hosen von Kopf bis Fuß vor UV-Strahlen geschützt sind, können auch Eltern leichter entspannen. Die wichtigsten Tipps für einen Tag in der Sonne.

Unsere Empfehlungen für Sie