Pflege-Tipps zur Tattoo-Nachsorge

Tattoo: Pflege-Tipps zur Nachsorge

Hygiene, Creme und Co.: Worauf Sie jetzt achten sollten

Frische Tätowierungen brauchen besondere Aufmerksamkeit, damit sie schnell abheilen und nicht verblassen. Wir verraten Ihnen, worauf es bei der Tattoo-Pflege kurzfristig und langfristig ankommt.

Wie am besten ein Tattoo pflegen: Die richtigen Hautpflegeprodukte nach dem Stechen

Mit einem frischen Tattoo gibt es einiges, auf das Sie achten sollten. Lesen Sie hier, worauf es bei der Hautpflege nach dem Stechen eines Tattoos in den ersten Tagen und Wochen danach ankommt.

Stechen, Pflege, Heilung: Die richtige Nachsorge frischer Tattoos

Tattoo-Heilung unterstützen

Ihr Tattoo ist frisch gestochen? Für die erste Zeit schützt es entweder ein Verband aus transparenter Folie oder ein elastisches Duschpflaster. Im Anschluss sollte das Tattoo regelmäßig gewaschen und eingecremt sowie insgesamt vorsichtig behandelt werden.

Pflegeanleitung: Wie gehe ich mit frischen Tätowierungen um?

Direkt nach dem Stechen ist Tattoo-Pflege besonders wichtig. Um Verschmutzungen mit Keimen zu vermeiden, desinfiziert der Tätowierer die Hautstelle und deckt sie mit transparenter Folie ab. Den Schutz sollten Sie nach 6-8 Stunden wieder entfernen, um Luft an die verletzte Hautpartie zu lassen.

Ab wann darf ich mein Tattoo eincremen?

Cremen Sie Ihr Tattoo erst 4 Tage nach dem Stechen regelmäßig ein. So lange, braucht die Haut, bis sie sich von den Strapazen erholt hat und sich ausreichend regenerieren konnte.

Zwischen dem Entfernen der Schutzfolie und dem ersten Eincremen schützen Sie die tätowierte Haut am besten mit einem Tattoo-Pflaster vor Schmutz und UV-Strahlung. Nicht vergessen: Nachdem Sie das Pflaster entfernt haben, reinigen Sie die Haut zunächst mit einer milden, pH-neutralen Seife.

Wie oft muss ich mein Tattoo eincremen?

Ein frisches Tattoo sollten Sie mindestens 2-mal täglich reinigen und eincremen. Fragen Sie am besten Ihren Tätowierer oder Hautarzt, welche Creme sich speziell für Ihre Haut eignet und die Heilung Ihres frischen Tattoos unterstützt. Mit der richtigen Hautpflege bilden sich kaum Krusten und das Risiko für Narben sinkt.

Waschen Sie dazu die Wunde mit lauwarmem Wasser und pH-neutraler Seife. Tupfen Sie die Stelle vorsichtig mit einem Handtuch aus weichem, fusselfreiem Material ab. Tragen Sie nun eine dünne Schicht der empfohlenen Creme oder Salbe auf.

Welche Creme ist am besten für Tattoos?

Die ideale Creme hält die tätowierte Haut feucht und geschmeidig und reizt sie nicht unnötig. Deshalb sollte sie sich leicht auf der Haut verteilen lassen und möglichst wenig Zusatzstoffe enthalten.

Creme-Empfehlungen für frische Tattoos:

  • Fragen Sie Ihrem Tätowierer oder Hautarzt nach speziell auf Ihre Haut abgestimmten Produkten
  • Lassen sich in der Apotheke zu eine passenden Wund- und Heilcreme beraten


Creme-Empfehlung für langfristige Tattoo-Pflege:

  • Feuchtigkeitsintensive Body Lotionen
  • Reichhaltige Cremes sowie Body Milk
  • Sonnencremes, die Pflege und UV-Schutz verbinden

Nachsorge bei Tätowierungen: So unterstützen Sie die Heilung

Darf ich mit einem frischen Tattoo duschen? Wie lange dauert die Heilung? Mit diesen Tipps sorgen Sie dafür, dass Ihre Tätowierung richtig abheilen kann – und dadurch lange schön aussieht.

Tattoo-Nachsorge: Gut zu wissen

Einige Tattoo-Studios bieten statt der Folie auch Duschpflaster an (insbesondere bei kleineren Tätowierungen). Die Vorteile: Das Pflaster kann bis zu 3 Tage auf der Haut bleiben, ist atmungsaktiv und schützt die frische Tätowierung vor äußeren Einflüssen. In dieser Zeit ist keine extra Tattoo-Pflege notwendig. Danach gilt: 2-mal täglich Reinigen und Eincremen wie oben beschrieben.

Wie lange muss ich ein neues Tattoo eincremen?

Je nachdem, wie groß Ihr Tattoo ist, beträgt die Heilungsdauer zwischen 3 Wochen und 3 Monaten. In dieser Phase sollten Sie die intensive Pflegeroutine aus Reinigen und Eincremen beibehalten, um die Heilung bestmöglich zu unterstützen. Wichtig: Wenn Sie Hautveränderungen wie starke oder langanhaltende Schwellungen und Verfärbungen bemerken, suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt auf.

Tattoo: Pflege danach für langanhaltend scharfe Konturen

Tipps für die Tattoo-Pflege

Ist das Tattoo abgeheilt, können Sie die Hautpartie genau wie Ihren restlichen Körper mit einer Body Lotion oder Creme verwöhnen. Schöner Nebeneffekt: Wenn die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgt ist, wirken schwarze Tattoos dunkler und bunte Farben intensiver.

Frische Tattoos: Pflegehinweise für den Alltag:

  • Dass die Haut während der Heilung juckt, ist ganz normal. Kratzen sollten Sie aber möglichst vermeiden, sonst könnten Narben entstehen.
  • Durch Berührung können Sie Keime auf die Wunde übertragen. Lassen Sie also möglichst die Finger von Ihrem neuen Tattoo. Tipp: Desinfizieren Sie die Hände, bevor Sie frische Salbe auftragen.
  • Um zu verhindern, dass Fussel in die frische Wunde gelangen, können Sie das Tattoo in den ersten Nächten mit Folie abdecken. Wichtig: Die Folie sollte nicht zu straff sitzen, um starkes Schwitzen zu vermeiden.
  • Nach ca. 3 Tagen bildet sich eine dünne, hauteigene Schutzschicht. Die Tätowierung vor dem Zubettgehen einzucremen, bleibt dennoch wichtig – damit sich möglichst wenig Wundschorf bildet.

Wann darf ich nach einer Tätowierung wieder baden?

Mit Tattoo nicht baden gehen

Sobald das frische Tattoo vollständig abgeheilt ist (also nach rund 8 Wochen), können Sie wieder bedenkenlos schwimmen und baden gehen. In der Zwischenzeit verzichten Sie mit frischen Tattoos lieber auf intensiven Wasserkontakt. Egal, ob im See oder in der Badewanne: Das Wasser kann die Haut aufweichen und den Heilungsprozess behindern.

Duschen, Kleidung, Sport: Das ist bei der Tattoo-Heilung zu beachten

  • Im Gegensatz zum Baden und Schwimmen bereitet das Duschen mit Tattoo keine Probleme bei der Wundheilung. Greifen Sie hierbei aber zu einem milden Duschgel für empfindliche Haut oder pH-neutraler Seife.
  • Vom Rubbeln mit dem Handtuch und von Peelings sollten Sie bei frisch tätowierten Körperpartien erst einmal absehen.
  • Zu enge Kleidung oder rauer Stoff kann am frischen Tattoo reiben. Locker-luftige Outfits und glatte Materialien sind die richtige Wahl.
  • Sport mit frischem Tattoo? Legen Sie lieber für eine bis zwei Wochen eine Trainingspause ein. Die Haut braucht Ruhe, um sich zu regenerieren. Zugbewegungen, enge Sportkleidung und Schweiß wären dabei hinderlich.
  • Auch von Saunabesuchen ist in der Heilungsphase abzusehen, Schweiß und die feuchtwarme Umgebung könnten die verletzte Haut reizen.

Richtiger Sonnenschutz: Tattoo-Pflege im Sommer

Tätowierte Haut ist besonders sonnenempfindlich – das gilt für die Zeit kurz nach dem Besuch im Tattoo-Studio und auch noch Jahre später. Intensiver Schutz vor UV-Licht ist daher sehr wichtig.

Frisch tätowierte Haut sollte bis zu 6 Wochen lang gar nicht an die Sonne oder ins Solarium. Denn: UV-Strahlung kann Entzündungen oder Allergien begünstigen und das Tattoo rasch verblassen lassen.

Langfristig gilt: Schützen Sie Tätowierungen gezielt vor UV-Strahlung – nicht nur am Strand, sondern auch im Alltag. Am besten verwenden Sie täglich einen sehr hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50+), um die Farbintensität und Konturenschärfe zu erhalten.

Das geht unter die Haut: Infos und Tipps zum Stechen von Tattoos

Die Nachbehandlung einer Tätowierung ist entscheidend, bringt aber wenig, wenn schon beim Stechen etwas schiefgegangen ist. Wählen Sie daher ein professionelles Tattoo-Studio mit guter Beratung und machen Sie sich auch Gedanken über den Zeitpunkt.

Körperschmuck für die Ewigkeit

Tattoo als Körperschmuck

Ein Tattoo hinterlässt Spuren – und zwar nicht nur sichtbare. Die tätowierte Hautpartie braucht ein Leben lang besondere Zuwendung. Sie bleibt empfindlicher, vor allem gegenüber Sonnenlicht.

Wählen Sie den Zeitpunkt für ein Tattoo mit Bedacht

Ideale Jahreszeiten für einen Tattoo-Termin sind Herbst und Winter. Der Grund: Mit einem frisch gestochenen Tattoo sollten Sie Sonne für bis zu 12 Wochen meiden. Auch ein Bad im Meer oder Pool ist mit neuem Tattoo tabu. Denn Salz- und Chlorwasser können die Wunde reizen und die Heilung hinauszögern.

Von einem Badeurlaub im Anschluss an den Besuch im Tattoo-Studio ist also eher abzuraten. Entspannen sollten Sie aber schon: Nehmen Sie sich für den Tag nach dem Tätowieren bestenfalls nichts Anstrengendes vor und planen Sie Zeit zum Erholen ein, um die frische Wunde zu schonen.

Was passiert eigentlich beim Tätowieren mit der Haut?

Motive in die Haut zeichnen – das bedeutet auch, der Haut viele kleine Verletzungen zuzufügen. Denn: Beim Tätowieren dringt eine feine mit Farbe benetzte Nadel bis zu 10.000 Mal pro Minute in die zweite Hautschicht, die Dermis. Diese Tiefe ist notwendig, damit sich die Farbpigmente nicht nach und nach durch die natürlichen Erneuerungsprozesse der obersten Hautschicht abtragen – sondern ewig sichtbar bleiben.

Damit die dabei entstehenden Stiche gut abheilen, keine Infektionen und Narben entstehen, ist zunächst ein professionelles Vorgehen des Tätowierers gefragt. Sticht er beispielsweise zu tief, können die Konturen ungewollt verlaufen. Ein derartiges Verschwimmen der Farbe vom Tattoo wird Blowout genannt.

Unerlässlich ist aber auch die Wundpflege nach dem Tätowieren. Eine optimale Tattoo-Pflege kann den Heilungsprozess beschleunigen und dazu beitragen, dass selbst feinste Linien gestochen scharf bleiben – auch Jahre später.

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