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Bonding: Die magische Bedeutung von Berührung

Wie körperliche Nähe die Eltern-Kind-Beziehung stärkt

Kuscheln, kraulen und Co.: Warum Hautkontakt und Streicheleinheiten kurz nach der Geburt das ganze Leben eines Babys prägen kann und worauf es beim Bonding ankommt, lesen Sie hier.

Bonding: Die Kraft der Berührung

Egal, ob Kind oder Erwachsener: Liebevolle Berührungen lösen in jedem von uns Glücksgefühle aus. Bei Babys bewirken sie jedoch noch mehr – sie schenken Sicherheit, schaffen langfristig Vertrauen und sorgen für eine gesunde Entwicklung.

Bonding für Papas: So funktioniert‘s

Berührung - der wichtigste Punkt auf der Checkliste

Ob kuscheln, streicheln, baden, wickeln oder ein Schläfchen auf der stolzen Brust: Auch Väter können und sollen die Bindung zu ihrem Kind durch viel körperliche Nähe festigen. Um den Nachwuchs schon während der Schwangerschaft mit sich und Ihrer Stimme vertraut zu machen, können Sie z. B. regelmäßig den Babybauch streicheln, eincremen oder dem Ungeborenen etwas vorlesen.

Was versteht man unter Bonding

Das therapeutische Bindungskonzept betrachtet körperliche Nähe als Schlüssel zur Seele. Berührungen setzen Glücksgefühle frei und lassen Menschen jeden Alters Zuneigung und Zufriedenheit empfinden. 

Für Babys gilt das besonders – denn anfangs entdecken sie die Welt vor allem über die Haut. Körperkontakt auf nackter Haut und Streicheleinheiten legen jetzt den Grundstein für die weitere Entwicklung

Was bewirkt Bonding bei Babys?

 Mehr als nur kuscheln: Berührungen können ein Kind beruhigen, entspannen und trösten. Sie schaffen Vertrauen und schenken Sicherheit. Das zeigt sich im Erwachsenenalter dann durch ein größeres Selbstbewusstsein und weniger Angst vor Neuem. 

Studien belegen, dass Menschen, die im frühen Alter viel körperliche Zuwendung erfahren, außerdem später seltener Atemprobleme und einen stabileren Blutzuckerspiegel haben.

Oxytocin: Das Hormon für die Emotion

Verantwortlich für all das ist das sogenannte Kuschelhormon Oxytocin: Es wird durch Hautkontakt aktiviert und sorgt dafür, dass Sie beim Anblick Ihres Kindes unbändige Liebe spüren. Ein biochemischer Prozess mit wundersamer Kraft.

Das magische Band zwischen Mutter und Kind
Schon lange vor der Geburt entwickelt sich zwischen der werdenden Mama und dem Wunder in ihrem Bauch eine einzigartige Bindung. Später macht Stillen das Bonding besonders intensiv: Die innige Zweisamkeit sowie Augen- und Hautkontakt stärken die emotionale Mutter-Kind-Beziehung. Doch die Rolle der Väter ist ebenso wichtig.

DIE „MAGICAL HOUR“ – STARKER START INS LEBEN

Die Ruhe nach dem Schrei: Unmittelbar nach der Entbindung finden Babys auf Mamas Brust Liebe und Geborgenheit. Warum die ersten Berührungen so wichtig sind – und wie das Bonding mit allen Sinnen gelingt.

Einfach magisch! Die erste Stunde mit Ihrem Baby

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Mamas Wärme und Papas streichelnde Hand: Das ist das Erste, was ein Neugeborenes auf dieser Welt spüren sollte – im Idealfall nicht nur ein paar Minuten, sondern eine ganze Stunde lang. Die absolute Nähe, so früh und ungestört wie möglich, schafft eine enge Bindung und beruhigt das Kind. 

Das Bonding beginnt: So knüpfen Sie das erste Band

Die erste Stunde nach der Geburt ist für Eltern und Baby besonders intensiv und emotional. Sich ansehen, riechen, spüren: Über zärtliche Berührungen und sanftes Zureden lernen sie sich nach 9 langen Monaten endlich richtig kennen – und erleben ihren ersten wichtigen Bonding-Moment. 


Geborgen und geliebt – ab dem ersten Atemzug

Die sogenannte „Magical Hour“ prägt die zukünftige Eltern-Kind-Beziehung, legt den Grundstein für die spätere soziale Bindungsfähigkeit des Babys und vermittelt ihm Zuneigung und Sicherheit.

Genauso wichtig ist die erste Bonding-Phase für die Eltern: Sie hilft, sich ungestört in ihre neue Rolle einzufinden. 

Zeit für zärtliche Momente

Die Familie will direkt gratulieren und alles wuselt um Sie herum? Fürs Baby-Bonding ist Ablenkung eher hinderlich. Darum ist es in vielen Kliniken üblich, den Eltern nach der Entbindung eine Stunde Privatsphäre mit ihrem Kind zu gönnen – für alles andere ist später noch Zeit. 

Sollte Ihnen die „Magic Hour“ nicht automatisch gewährt werden, können Sie ruhig darum bitten. Wer ganz sichergehen will, lässt die Ruhephase vorher in den Geburtsplan eintragen.

Was, wenn die Bonding-Zeit nach der Geburt fehlt? 
Leider sorgen manchmal Komplikationen während der Entbindung dafür, dass die magische Schmusestunde vertagt werden muss. Die gute Nachricht: Auch wenn Sie Ihr Baby erst mit Verzögerung in den Armen halten können, schadet das weder seiner Entwicklung noch der Eltern-Kind-Bindung. Das Bonding beginnt jetzt – mit Ihrer körperlichen Zuwendung.

 

Zeit für zärtliche Momente

  1. Hautkontakt suchen
    Sobald Ihr Baby auf Ihrer Brust liegt, sorgen Sie für maximalen Hautkontakt. Die Körperwärme und Ihr Herzschlag sind Ihrem Kind aus der Zeit in Ihrem Bauch vertraut – es entspannt sich und kann richtig ankommen in der Welt.

  2. Augenkontakt herstellen
    In der ersten Stunde nach der Geburt sind Babys meist besonders wach und aufmerksam. Bei gedämpftem Licht wird Ihr Kind seine neue Umgebung vermutlich mit offenen Augen betrachten. Für eine intensive Bindung versuchen Sie, seinen Blick mit den Augen einzufangen

  3. Zärtlich berühren
    So frisch auf der Welt muss ein Neugeborenes noch vieles lernen – fühlen jedoch kann es von Anfang an. Über die Nervenenden auf der Hautoberfläche nimmt es sanfte Berührungen unmittelbar wahr und genießt die beruhigende Wirkung Ihrer streichelnden Hände.

  4. Liebevoll zureden
    Hör mal, wer da spricht: Die Stimmen von Mama und Papa sind Ihrem Baby schon lange vor der Geburt vertraut. Sprechen Sie nun außerhalb des Mutterleibs zärtlich mit ihm, erkennt es Ihre Stimmen wieder und findet dadurch Halt und Geborgenheit in der unbekannten Umgebung.

  5. Erstmals stillen
    Sobald sich Ihr Baby nach der Geburt merkbar für Ihre Brust interessiert, sollte es fachgerecht angelegt werden – eine Hebamme hilft Ihnen dabei. Durch frühzeitiges Stillen erlernen Neugeborene schnell die richtige Saugtechnik und rücken noch näher an ihre Mama heran.


Kann man das Baby-Bonding nachholen?

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Unmittelbar nach der Geburt ist der Bonding-Effekt besonders nachhaltig, doch auch unabhängig von der „Magical Hour“ können Kinder und Eltern eine innige Verbindung aufbauen. Wird die Kennenlernstunde gestört oder muss komplett ausfallen, kann das Bonding im Wochenbett nachgeholt werden – durch ausgedehnte Kuscheleinheiten, viel Liebe und körperliche Nähe.