Was hilft gegen Tränensäcke?


URSACHEN, PRÄVENTION UND ERSTE HILFE

Ursachen, Prävention und erste Hilfe Der morgendliche Blick in den Spiegel offenbart Schwellungen unterhalb der Augen? Wir verraten Ihnen, wodurch diese sogenannten Tränensäcke entstehen und vor allem, wie Sie die angeschwollene Augenpartie behandeln.

Tränensäcke: Das steckt dahinter

Werden in einem Tränensack Tränen gespeichert? Zugegeben: Die Bezeichnung Tränensack lässt dies vermuten. Im Volksmund werden unter diesem Begriff jedoch Erschlaffungen und Schwellungen unterhalb der Augen verstanden, die unterschiedliche Ausprägungen haben können.

Was sind Tränensäcke?

Tränensäcke sind Wasser- oder Fetteinlagerungen, die sich unter dem Auge, vom Unterlied bis zum Jochbeinansatz, ansammeln. In den meisten Fällen treten Sie morgens auf und sind als gut sichtbare Schwellung zu erkennen. Bilden sie sich im Laufe des Tages zurück, handelt es sich in der Regel um Wassereinlagerungen. Sind die Schwellungen dauerhaft sichtbar, ist dies ein Anzeichen für eine Fetteinlagerung. Letztere lassen sich mit herkömmlichen Mitteln nur schwer behandeln. Deshalb ist es in diesen Fällen sinnvoll, einen Arzt zu konsultieren.

Geschwollene Tränensäcke am Morgen

Wassereinlagerungen unterhalb der Augen lassen sich mit ein paar Tipps und Tricks behandeln.

Woher kommen Tränensäcke?

Tränensäcke entstehen durch einen sogenannten hydrostatischen Druck. Darunter wird jener Druck verstanden, den Wasser und Blut je nach Körperposition auf umliegende Zellen ausüben. Durch die liegende Position in der Nacht ist dieser Druck besonders im Bereich der Augen sehr hoch, sodass sich Lymphflüssigkeit einlagern kann. Dadurch, dass die Haut im Bereich der Augen sehr dünn und empfindlich ist, zeichnen sich diese Einlagerungen ab – die typischen Schwellungen sind sichtbar.

In der Regel hängen Tränensäcke mit Prozessen der Hautalterung zusammen. Wird das Bindegewebe schwächer, gibt die Haut mehr nach, wird schlaff und tritt als Schwellung hervor. Je nach Spannkraft der Haut kann es zudem zu einer deutlich sichtbaren Erschlaffung in Form einer hängenden Hautfalte kommen.

Neben diesen natürlichen Alterungsprozessen können Tränensäcke auch erblich bedingt sein oder durch einen ungesunden Lebensstil hervorgerufen werden. Diese Faktoren begünstigen beispielsweise die Entstehung:

  • Schlafmangel
  • Ungesunde Ernährung
  • Äußerliche Einflüsse wie UV-Strahlung
  • Drogenkonsum
  • Stress


Was tun bei geschwollenen Tränensäcken?

Um unschöne Tränensäcke in Schach zu halten, gibt es verschiedene Mittel und Möglichkeiten. Zum einen lässt sich ihre Entstehung durch einen bewussten Lebensstil beeinflussen, zum anderen gibt es ein paar clevere Tipps, die Schwellungen im Handumdrehen lindern.

Soforthilfe: Praktische Hausmittel gegen dicke Tränensäcke

Simpel, aber hilfreich: In den meisten Haushalten befinden sich bereits kleine Helferlein, mit denen Sie Tränensäcke am Morgen verschwinden lassen.

  • Teebeutel: Teesorten wie schwarzer oder grüner Tee enthalten Koffein. Legen Sie gekühlte Teebeutel auf die Schwellung, zieht das Koffein direkt in die Haut ein und lässt sie sanft abklingen.
  • Kalte Löffel: Um die Haut unter den Augen zu kühlen und so die Schwellung zu lindern, eignen sich kalte Löffel. Sie lassen sich ganz einfach abends in den Kühl- oder Gefrierschrank legen und sind am Morgen direkt einsatzbereit.

Tränensäcke mit Gurken behandeln

Sie meinen Gurken auf den Augen sei nur ein Beauty-Gag? Nichts da! Sie sind ein effektives Hausmittel gegen geschwollene Tränensäcke. Gurkenscheiben wirken nicht nur kühlend, sondern spenden gleichzeitig eine Extraportion Feuchtigkeit. Entwickeln Sie daraus eine Routine, können Sie sogar der Entstehung von Tränensäcken vorbeugen.

Weitere Tipps: Was hilft gegen Tränensäcke?

Sonnenschutz: Besonders die Haut im Gesicht ist äußeren Einflüssen oftmals schutzlos ausgeliefert. Dabei ist insbesondere UV-Strahlung ein großer Faktor für vorzeitige Hautalterung und schädigt das zarte Bindegewebe um die Augen. So treten Tränensäcke schneller auf. Ein zuverlässiger Sonnenschutz für Ihr Gesicht ist deshalb ratsam.

Gesunder Lebensstil: Für eine widerstandsfähige und straffe Haut ist ein gesunder Lebensstil notwendig. Achten Sie darauf ausreichend zu trinken, sich ausgewogen zu ernähren und sich regelmäßig zu bewegen, um Erschlaffungen der Haut vorzubeugen.

Weniger Salz: Salzige Ernährung steht im Verdacht, Flüssigkeitseinlagerungen zu stimulieren. Deshalb empfiehlt es sich, weniger Salz zu sich zu nehmen.

Erhöhtes Kopfkissen: Auch die Veränderung der Schlafposition kann zu einer Linderung beitragen. Liegen Sie mit dem Kopf etwas erhöht, kann die Lymphflüssigkeit besser abfließen.

Augenpflege: Spezielle Augencremes gehen auf die Bedürfnisse der feinen Haut ein. Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Vitamin C und E sowie Algenextrakte polstern die Haut auf und verleihen ihr mehr Spannkraft.

Wellness für die Augen

Beim Auftragen Ihrer Augencreme gibt es einen kleinen Tipp: Klopfen Sie die Creme am besten sanft ein. So regen Sie den sogenannten Lymphfluss an und die für die Tränensäcke verantwortliche Flüssigkeit fließt besser ab. Darüber hinaus bieten sich kleine Gesichtsmassagen an, um die Elastizität der Haut zu fördern.

Tränensäcke mit Concealer wegschminken

Um Tränensäcke am Morgen zu kaschieren sind cremige Concealer ideal. Dank lichtreflektierender Pigmente bringen Sie Ihre Augen zum Strahlen. Dazu wählen Sie am besten einen Farbton, der heller als Ihr Teint ist. Haben Sie mit leicht bläulichen Schatten zu kämpfen, können diese gut mit einem gelblichen Ton ausgeglichen werden.
 
Tipp: Einige Concealer sind zudem mit glättenden Wirkstoffen wie Hyaluronsäure angereichert und eignen sich ganz hervorragend, um Schwellungen auszugleichen.

So geht’s: Tränensäcke in 4 Schritten geschickt kaschieren

  1. Gesichtsreinigung: Reinigen Sie zunächst Ihr Gesicht und tupfen Sie es wie gewohnt trocken.
  2. Tagescreme: Besonders bei trockener Haut ist es wichtig, die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme vorzubereiten. So können Sie den Concealer gut einarbeiten.
  3. Foundation: Nutzen Sie normalerweise eine Foundation, tragen Sie diese am besten vor dem Concealer auf. So mattieren Sie zunächst Ihren Teint und können anschließend gut einschätzen, wie die lichtreflektierenden Pigmente des Concealers wirken.
  4. Concealer: Nun ist der Concealer an der Reihe. Am besten tragen Sie ihn mit den Fingern auf. So lässt er sich einfach verteilen und verblenden. Bilden Sie beim Auftragen ein auf dem Kopf stehendes Dreieck. Sie arbeiten sich also vom inneren Augenwinkel ausgehend, runter bis zur Wange und wieder hoch zum äußeren Augenwinkel. Klopfen Sie den Concealer anschließend sanft in die Haut ein, bis keine Übergänge mehr zu sehen sind.


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