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Wie Babys schlafen lernen: Tipps für Eltern

Lieder und Berührungen für einen gesunden Schlafrhythmus
Erfahren Sie alles über den Schlaf von Babys, wie Sie Ihrem Kind beim Einschlafen helfen und was Sie gegen eigene Schlafprobleme tun können.

Babys schlafen anders

Wie viel Schlaf braucht mein Baby? Warum schläft es unruhig? Was kann ich tun, damit mein Kind durchschläft? Besonders in den ersten drei Monaten ändert sich das Schlafverhalten von Babys häufig. Eltern, die sich dem Rhythmus des Babys anpassen, bleiben meist gelassener – so wird auch das Kleine nach und nach richtig schlafen lernen.

Bedeutung von Schlaf für Babys

In den ersten Wochen und Monaten hat Ihr Baby eigentlich nur drei Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen: Nahrung, Schlaf sowie Liebe und Geborgenheit seiner Eltern. Im Tagesablauf der Kleinen nimmt besonders der Schlaf eine dominierende Rolle ein. Sie benötigen viel mehr Schlaf als Erwachsene.

Neugeborene schlafen durchschnittlich etwa 18 Stunden am Tag – aber natürlich nicht am Stück. Üblich sind in etwa zwei Stunden Schlaf, danach folgt meist eine kurze Wachphase. Mit Glück sind die Schlafphasen nachts etwas länger. Jedoch sind die wenigsten Babys gute Nachtschläfer. Grundsätzlich gilt, dass der Schlafzyklus bei Säuglingen stark variiert und es ganz einfach Typsache ist, wie viel und wie lange Ihr Baby schläft. Deshalb sollten Sie sich von Durchschnittswerten und Erfahrungen anderer Eltern nicht verunsichern lassen. Wenn Sie Ihr Baby aufmerksam beobachten, auf seine Bedürfnisse eingehen und auf Ihr eigenes Gefühl hören, dann wird Ihr Kind genau die Menge an Schlaf bekommen, die es benötigt.

Schlafen wie ein Baby

Säuglinge brauchen viel mehr Schlaf als Erwachsene. Trotzdem sind die wenigsten Babys gute Nachtschläfer.

Babys lernen das Schlafen noch

Das Hungergefühl bestimmt in den ersten Monaten den Schlafzyklus von Babys.

Der Schlafrhythmus von Babys

Vieles, was für uns selbstverständlich ist, müssen Babys erst noch lernen. Dazu gehört auch das Schlafen. Denn in den ersten Wochen und Monaten orientieren sich die Kleinen nicht an Tages- oder Nachtzeiten, sondern an ihrem Hungergefühl. Wenn Ihr Baby in der Nacht also mehrmals wach wird, dann ist das ganz normal. Wahrscheinlich hat es einfach Hunger.

Hinzu kommt, dass Babys andere Schlafzyklen haben als wir. Bei Erwachsenen dauert der sich mehrmals pro Nacht wiederholende Schlafzyklus (Einschlafen, Tiefschlaf, Traumschlaf) rund 90 Minuten. Bei Babys sind es nur etwa 45 bis 50 Minuten. Der Traumschlaf tritt also schneller ein und dauert außerdem im Verhältnis zu den anderen Phasen länger als bei Erwachsenen. Und so ein Traum kann manchmal ganz schön aufregend sein, sodass das Baby aufwacht. Auch daran muss es sich gewöhnen, deshalb verlangt es nach dem plötzlichen Aufwachen nach Nähe und Geborgenheit. Vielleicht schreit es dann auch kurz auf oder stöhnt. Kein Grund für Mama und Papa, sich zu erschrecken. Mit Zuwendung und wiederkehrenden Einschlafritualen können Sie Ihr Baby wieder schnell zum Schlafen bringen. Sanfte Worte, ein leises Einschlaflied und zärtliche Streicheleinheiten helfen dabei.

Babys lieben Rituale vor dem Schlafen

Wenn Ihr Baby weiß, was als Nächstes passiert, dann hat dies eine beruhigende Wirkung. Rituale und Gewohnheiten, die Sie vor dem Schlafengehen etablieren, können dabei helfen, dass Ihr kleiner Spross schneller und ruhiger in den Schlaf findet.

Damit Ihr Baby Tag und Nacht gepflegt ist

Schlafprobleme und Lösungen

Schon die Kleinsten haben einen eigenen Charakter, unterschiedliche Bedürfnisse und reagieren sensibel auf Umwelteinflüsse. All diese Faktoren können das Schlafverhalten beeinflussen. Wenn Sie Ihr Baby aufmerksam beobachten und verschiedene Methoden ausprobieren, werden Sie den richtigen Weg für sich und Ihr Kind finden.

Sensibelchen brauchen abends viel Ruhe und Routinen

Trotz großer Erschöpfung einzuschlafen, stellt für viel Babys am Anfang ein typisches Problem dar. Neugeborene müssen sich noch an den Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen. Weil wirklich alles auf dieser Welt neu und spannend ist, haben die meisten von ihnen Schwierigkeiten beim Einschlafen. Wobei dies in der Regel eher ein Problem für die Eltern darstellt und seltener für das Kind.

Besonders sensible Babys reagieren empfindlich auf das vermeintliche „Alleingelassen werden“, wenn Mama und Papa den Raum verlassen. Sie wehren sich regelrecht gegen das Einschlafen. Geben Sie deshalb darauf Acht, dass Ihr Kind tagsüber nicht zu lange schläft und so zum Abend hin müder wird. Spätestens ab dem sechsten Monat sollten zwischen dem Mittagsschlaf und dem Abendschlaf mindestens fünf Stunden Abstand liegen.

Versuchen Sie außerdem, abends Ruhe auszustrahlen, und vermeiden Sie hektische Bewegungen. Führen Sie mit viel Geduld die Einschlafrituale durch, die das Baby kennt, und seien Sie sich im Klaren darüber, dass es eine halbe Stunde oder länger dauern kann, bis Sie mithilfe dieser Rituale Ihr Kind in den Schlaf gebracht haben.

Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg, sollten Sie Rat bei Ihrem Kinderarzt einholen. Für dauerhafte Einschlafschwierigkeiten gibt es verschiedene Ursachen. Viele Babys leiden in den ersten Monaten beispielsweise an schmerzhaften Blähungen, die das Einschlafen verhindern. Wenn Sie Ihr Baby tragen und dabei den Fliegergriff anwenden, können Sie ihm eine erste Linderung verschaffen.

Probleme beim Einschlafen sind normal

Babys müssen einen Schlafrhythmus erst noch erlernen. Ein- und Durchschlafen fällt ihnen anfangs häufig schwer.

Durchschlafen ist nicht immer einfach

Bis Ihr Baby durchschläft, ist etwas Training nötig.

Was tun, wenn das Baby nachts aufwacht?

Mit den Monaten werden die nächtlichen Schlafphasen immer länger. Trotzdem wird Ihr Baby auch nach einem Jahr noch das eine oder andere Mal nachts wach werden. Wenn Sie ein paar Tipps beachten, stehen die Chancen gut, dass es schnell wieder einschläft:

  •  Reden Sie nachts mit leiser sanfter Stimme
  • Machen Sie nur ein schwaches Licht an.
  • Erledigen Sie nachts wirklich nur das Nötigste wie z. B. Windelnwechseln und versuchen Sie, das Kind möglichst nicht aus dem Babybett zu heben.
  • Füttern Sie es ohne Hektik, bewegen Sie sich langsam.
  • Verzichten Sie auf nächtliche Spieleinheiten.
  • Achten Sie schon tagsüber darauf, dass Ihr Kind regelmäßig seine Mahlzeiten bekommt.

Grundsätzlich gilt, dass Sie Ihre eigenen Erfahrungen sammeln müssen. Nach kurzer Zeit werden Sie wissen, was Ihrem Kind guttut. Außerdem können Sie sich sicher sein, dass bisher noch jedes Kind das Schlafen erlernt hat.


Auch Eltern brauchen Schlaf

Wenn Eltern durch dauerhaften Schlafmangel völlig übermüdet und dadurch gestresst sind, ist das auch für das Baby schlecht. Denn Hektik, Gereiztheit und Überforderung übertragen sich ganz automatisch auf das Kind.

Schlaftipps für Eltern: Power-Nap und Teamwork

Weil Säuglinge das Schlafen erst lernen müssen, ist es hilfreich, wenn sich die Eltern in der Anfangszeit dem Schlafrhythmus des Kindes anpassen. Wenn Ihnen das als Mutter in der Wochenbettzeit gelingt, dann werden Sie wahrscheinlich viel mehr schlafen, als Sie es normalerweise tun. Nehmen Sie sich diese Zeit, denn im Durchschnitt verpassen Eltern in den ersten zwölf Monaten bis zu 750 Stunden Schlaf.

Um den Schlafmangel in Grenzen zu halten, hilft es, wenn sich Mutter und Vater nachts mit dem Füttern, Wickeln und Beruhigen abwechseln. Auch tagsüber können Sie sich Schlafpausen nehmen. Sie werden den kurzen Power-Nap schon bald zu schätzen wissen.

Für mehr Entspannung im Alltag führen Sie bewusst Atemübungen durch. Vielleicht haben Sie während der Schwangerschaft Yoga gemacht und können das Gelernte auch nach der Geburt anwenden. Wichtig ist, dass Sie nicht verzweifeln: Sprechen Sie mit Ihrer Familie und Freunden über Ihre Probleme. Fragen Sie, ob Partner, Schwester oder Mutter auf das Kleine Acht geben, damit Sie ein wenig Schlaf nachholen können. Hilfreich kann auch eine professionelle Beratung z. B. bei Ihrer Kinderärztin sein.
Das jüngste Familienmitglied kann den Tagesrhythmus der Eltern ganz schön durcheinanderwirbeln. Viele neue Herausforderungen sind zu bewältigen, Eltern und Kind müssen sich erst einmal kennenlernen. Besonders in den ersten Monaten bedeutet dies häufig wenig Schlaf und kurze Nächte.