Die perfekte Nassrasur: Anleitung und Tipps

Nassrasur: So geht es richtig

Du wünschst dir glatte und gepflegte Haut – direkt nach der Rasur? Mit diesen Tipps wird die Nassrasur zum Kinderspiel!

SO WIRD ES GESCHMEIDIG: TIPPS FÜR DEINE NASSRASUR

Stoppelfreie Haut? Ja. Rasurbrand und eingewachsene Haare? Bitte nicht. Mit guter Vorbereitung, der richtigen Technik und der passenden Pflege kannst du dich auf ein geschmeidiges Hautgefühl nach der Nassrasur freuen.
Nass rasieren oder nicht?

DIE MUST-HAVES FÜR DEINE NASSRASUR

Im Grunde benötigst du für deine Nassrasur drei Basics:

1. Einen Nassrasierer, am besten einen Systemrasierer mit mehreren Klingenreihen und beweglichen Rasurköpfen. 2. Eine vorbereitende Rasurpflege wie Rasierschaum, Rasiergel oder Rasierseife. 3. Eine Abschlusspflege wie After Shave, Gesichtsbalsam oder Ähnliches. Und dann kann es eigentlich schon losgehen!

NASSRASUR AUF EINEN BLICK: WIE GEHT ES RICHTIG?

  1. Gesicht mit einem milden Reinigungsprodukt waschen.
  2. Bart mit Rasierschaum, Rasiergel oder Rasierseife einseifen.
  3. Rasurprodukt für mindestens zwei Minuten einwirken lassen.
  4. Für eine schonende Rasur Barthaare in Wuchsrichtung rasieren und mit den Wangen beginnen.
  5. Zwischendurch den Rasierer unter warmem Wasser ausspülen und von Barthaaren befreien.
  6. Nun Prozedur am Hals, Kinn und Mund wiederholen.
  7. Erneut das Gesicht waschen und von Haaren sowie Schaum-, Gel- oder Seifenresten befreien.
  8. After Shave auftragen und so das Gesicht desinfizieren.
  9. Gegebenenfalls die Haut mit zusätzlicher Feuchtigkeit versorgen und eine Gesichtscreme verwenden.


SCHRITT FÜR SCHRITT: WIE RASIERE ICH MICH MIT EINEM NASSRASIERER?

Schon klar, ganz so einfach ist die Nassrasur dann doch nicht. Möchtest du dich mit einem Nassrasierer rasieren, ist es vor allem wichtig Ruhe zu bewahren und die Klinge während der Rasur immer wieder unter fließendem Wasser auszuspülen. Weitere Tipps für die Nassrasur verraten wir dir jetzt Schritt für Schritt.

1. SCHRITT: DIE VORBEREITUNG

Damit alles glattläuft, bereite Haut und Bart am besten auf die Rasur vor:

  • Klären: Reinige dein Gesicht mit warmem Wasser und einem Waschgel deiner Wahl. Wenn du zudem zweimal pro Woche die Haut mit einem Peeling abreibst, hast du seltener mit eingewachsenen Barthaaren und Unreinheiten zu tun.
  • Einweichen: Lege ein feuchtwarmes Tuch für zwei bis drei Minuten auf den Bart. Oder dusche vorher warm – dann schlägst zu zwei Fliegen mit einer Klappe. Beides erleichtert dir die Nassrasur, weil die Klingen weiche Haare besonders gut kappen.
  • Schäumen: Jetzt kommt der Rasierschaum fingerdick auf den Bart. Nach drei Minuten Einwirkzeit gleiten die Klingen geradezu über deine Haut.

Du hast einen Vollbart? Dann gilt für dich ein Zwischenschritt: Zunächst solltest du deinen Bart trimmen – am besten auf wenige Millimeter. Sonst geraten lange Haare zwischen die Klingen deines Rasierers und erschweren dir die Rasur.

Beim Rasieren geschnitten: Nimmst du dir genügend Zeit?

2. SCHRITT: RICHTIG NASSRASIEREN

  • Startklar? Dann nimm den Rasierer in die Hand und fahr mit etwas Druck über deine Haut.
  • Welche Richtung? Rasieren mit oder gegen den Strich? Gründlicher wird's entgegen der Haarwuchsrichtung, nur strapaziert die Rasur auf diesem Weg die Haut auch mehr. Mit dem Strich lohnt es sich, wenn deine Haut schnell gereizt reagiert und du sie etwas schonen möchtest.
  • Was kommt wann? Erst Wangen, danach Hals, dann das Kinn. Zum Schluss rasierst du um den Mund herum. Die Haut ist hier besonders dünn und die Stellen schwer erreichbar. Umso besser also, wenn der Rasierschaum hier länger Zeit hatte, deine Haare einzuweichen.
  • Wie vorgehen? Zieh deine Haut mit der freien Hand etwas straff – und zwar gegen die Wuchsrichtung. So stellen sich die Barthaare besser auf und die Rasur gelingt deutlich präziser.
  • Noch was? Damit die Klingen einsatzbereit bleiben, befreist du sie nach ein bis zwei Zügen mit warmem Wasser von Schaum und Stoppeln. Genauso wichtig: Fahre am besten nicht zu oft über dieselbe Stelle, um Hautreizungen zu vermeiden.

3. SCHRITT: DIE PFLEGE DANACH

  • Wasser marsch: Wasch dir dein Gesicht, um den restlichen Schaum loszuwerden und trockne es mit einem sauberen Handtuch vorsichtig ab.
  • Desinfizieren: Auf die rasierte Haut trägst du nun dein After Shave auf. Balsam oder Fluide fühlen sich super angenehm an. Deine Haut reagiert schnell gereizt? Dann sind After Shaves ohne Alkohol ideal für dich.
  • Pflegen: Nach dem After Shave ist es Zeit, der Haut etwas Feuchtigkeit zu gönnen: Trage eine leichte Gesichtscreme für Männer auf. Sie pflegt rasierte Haut, mattiert und zieht schnell ein.

Beim Rasieren geschnitten? Kann passieren und ist normalerweise nicht weiter schlimm. Mit sogenannten Rasier- oder Alaunstiften hast du kleine Blutungen schnell im Griff.

Eingewachsene Barthaare: Frisch und fertig

WOZU IST EIN AFTER SHAVE SINNVOLL?

Die Klingen kappen nicht nur Barthaare, sondern kratzen auch über die oberste Hautschicht – nicht so super für deine Haut. Genau dann hilft ein After Shave: Es beruhigt sie und beugt Rasurbrand vor.

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RASIERSCHAUM, RASIERGEL, RASIERSEIFE: WAS IST WAS?

So viel Auswahl in den Drogerie-Regalen und noch mehr Fragezeichen über deinem Kopf? Wir schaffen Klarheit.

PRODUKT-GUIDE FÜR DIE NASSRASUR

  • Rasierschaum kommt für gewöhnlich gebrauchsfertig aus der Dose. Er lässt sich besonders einfach anwenden: Dose schütteln, senkrecht sprühen, auftragen – genau richtig für dich, wenn du es eilig hast oder zum ersten Mal nass rasierst.
  • Rasiergel schäumt erst, wenn du es im Gesicht verteilst. Beim Dosieren solltest du aufpassen, denn Rasiergel ist äußerst ergiebig. Übrigens: Fürs Konturenrasieren gibt es spezielle Rasiergel-Varianten, die transparent bleiben. So behältst zu jeder Zeit den Überblick.
  • Rasiercreme kannst du wie Rasierschaum direkt auf die angefeuchtete Haut auftragen. Die Creme weicht die Haare auf und hinterlässt einen dünnen Gleitfilm auf der Haut – ganz so wie die anderen Rasurprodukte. Wundere dich aber nicht: Rasiercreme schäumt weniger.
  • Rasierseife musst du vorab in einer kleinen Schale aufschlagen. Dafür brauchst du einen Pinsel, mit dem du den Schaum dann auch im Gesicht verteilst. Ein wenig Aufwand, schon klar – doch der lohnt sich: Rasierseife ergibt einen feinen Schaum, der lange auf der Haut bleibt.

Schaumschläger: Welches Rasurmittel darf es sein?

SCHAUMSCHLÄGER: WELCHES RASURMITTEL DARF ES SEIN?

Schaum, Gel, Creme oder Seife: Alle Produkte lässt du drei Minuten einwirken, dann kann die Klinge des Nassrasierers widerstandslos über die Haut gleiten. Der Effekt bleibt also gleich, nur die Art des Schaums und die Anwendung unterscheiden sich. Teste dich ruhig mal durch.


RAN AN DEN BART – ABER MIT WELCHEM RASIERER?

Je hochwertiger der Rasierer, desto schonender die Rasur. Wenn du ihn noch dazu gut behandelst, gleiten die Klingen lange reibungslos über deine Haut.

NASSRASIERER REINIGEN UND AUFBEWAHREN

Säubern: Damit die Klinge möglichst scharf und frei von Rost sowie Bakterien bleibt, solltest du den Rasierer nach Gebrauch mit heißem Wasser von Schaum und Bartstoppeln befreien.

Trocknen und wegpacken: Lass den Rasierer an der Luft komplett trocknen und verstaue ihn erst danach im Kulturbeutel oder Badschrank.

Klingen wechseln: Wenn sich die Klingen weniger leicht über die Haut ziehen lassen, sind sie wahrscheinlich stumpf. Je nach Qualität bleiben Rasierklingen bis zu 10 Rasuren scharf. Danach tauschst du sie gegen neue.

Eingewachsene Barthaare: Hauptsache scharf!

EINWEG- ODER MEHRWEGRASIERER?

Möchtest du dich jeden Tag rasieren, lohnt es sich für die Nassrasur in einen Systemrasierer zu investieren. Dieser verfügt über nützliche Extras, die dir eine schonende Rasur möglich machen. Dennoch können Einwegrasierer eine kostengünstige Zwischenlösung sein – zum Beispiel auf Reisen. Sie nehmen nämlich kaum Platz im Kulturbeutel ein.

5 VORTEILE VON MEHRWEGRASIERERN

  • Schonend: Systemrasierer sind mit mehreren Klingen ausgestattet. Für die Rasur bedeutet das: weniger Druck, seltener nachziehen und weniger Hautirritationen.
  • Flexibel: Bei guten Nassrasierern ist der Rasierkopf beweglich und kann sich deiner Gesichtskontur so optimal anpassen.
  • Komfortabel: Viele Modelle verfügen über Gummilamellen – äußerst nützliche Helfer. Sie heben deine Barthaare kurz vor dem Schnitt an und sorgen so für eine top Nassrasur.
  • Vielfältig: Manche Mehrwegsysteme sind wahre Multifunktionsmaschinen mit denen du rasieren, trimmen und konturieren kannst.
  • Nachhaltig: Mehrwegrasierer sind durch den mehrmaligen Gebrauch deutlich nachhaltiger als Einwegrasierer.


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