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Lässt sich das Haarwachstum beschleunigen?

Tipps für alle, die ihre Haare wachsen lassen wollen
Haare wachsen stetig, aber langsam. Wir verraten Ihnen, ob sich das Wachstum beschleunigen lässt und wie Sie mit der richtigen Pflege und schonendem Styling langes Haar lange gesund aussehen lassen.

Haarwachstum beschleunigen – Geht das überhaupt?

Wie lässt sich aus einer frechen Kurzhaarfrisur möglichst schnell eine Langhaarfrisur zaubern? Die Antwort auf diese Frage ist für viele sicher enttäuschend. Denn: Der Einfluss von außen auf das Haarwachstum ist stark begrenzt.

Den Wachstumsprozess der Haare beeinflussen?

  • Der Wachstumszyklus der Haare ist in unseren Genen fest eingeschrieben. Er unterscheidet sich von Mensch zu Mensch nur geringfügig, so gibt es etwa Unterschiede zwischen europäischem, afrikanischen oder asiatischen Frauenhaar. Im Schnitt wächst jedes Haar etwa einen Zentimeter pro Monat.
  • Wer sich statt seiner Kurzhaarfrisur lieber lange Haare wünscht, muss sich also gedulden, denn: Das Haarwachstum lässt sich nicht von außen beschleunigen.
  • Weder Tabletten noch bestimmte Rizinusöle oder andere Hausmittel können das Haarwachstum fördern. Es gibt allerdings spezielle Medikamente, die zumindest die Anzahl an Haaren und deren Dicke beeinflussen können.
  • Doch keine Sorge: Zwar lässt sich der natürliche Wachstumsprozess nicht ankurbeln. Doch wenn Sie wissen, worauf es bei einem normalen, gesunden Haarwachstum ankommt, können Sie es in vielen Fällen gezielt unterstützen und die Bildung neuer Haare anregen.

Unsere Gene bestimmen auch die Haarstruktur

Ebenso wenig wie auf das Haarwachstum haben wir auf die Struktur des Haares Einfluss. Denn allein unsere Gene bestimmen, wie dick die Haare sind. Je nach Haarstruktur variiert sie zwischen 0,04 Millimetern (feines Haar) und 0,08 Millimetern (dickes Haar).
Welche Haarstruktur habe ich?

Diese Faktoren beeinflussen das Haarwachstum

  1. Ausgewogene Ernährung
    Wer sich abwechslungsreich ernährt, führt seinem Körper automatisch alle Vitamine und weiteren Nährstoffe zu, die er für ein gesundes Haarwachstum benötigt. Bei einer einseitigen Kost kann das Haar zum Beispiel seinen Glanz verlieren und sich trocken anfühlen.
    Alles über Haare & Ernährung
  2. Ausgeglichener Hormonhaushalt 
    Die Aktivität des Haarwachstums wird über den Hormonhaushalt gesteuert. Gerät dieser aus dem Takt, können vermehrt Haare ausfallen oder es wachsen vorübergehend weniger nach. Etwa während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, aber auch bei Einnahme von Hormonpräparaten wie der Anti-Baby-Pille.
  3. Gezielte Pflege
    Unsere Haare brauchen eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Pflege, die sie kräftigt und widerstandsfähiger macht gegen Spliss, Trockenheit und Haarbruch. Ideal sind spezielle Shampoos für zum Beispiel fettiges, trockenes oder normales Haar.
  4. Gesunde Kopfhaut
    Auf der Kopfhaut wird das Haar in den sogenannten „Haarfollikeln“ gebildet. Talgdrüsen geben ein fettiges Sekret ab, das sowohl Kopfhaut als auch jedes Haar mit einem schützenden Film überzieht. Gerät die Talgproduktion aus der Balance, trocknet die Kopfhaut aus oder fettet übermäßig nach. Auch Schuppen werden dann häufig zum Problem. Eine irritierte Kopfhaut kann das Haarwachstum beeinträchtigen.
Tipps bei gereizter Kopfhaut

Gesundes Haarwachstum mit gesunder Kopfhaut

Gereizte oder trockene Kopfhaut benötigt eine Extra-Portion Pflege, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Zwar können Sie so nicht das Haarwachstum beschleunigen, sorgen aber für gesundes, kräftiges und – mit etwas Geduld – auch schönes langes Haar.
Tipps bei trockener Kopfhaut

Richtig oder FAlsch? Mythen zum Haarwachstum im Wahrheitscheck

Es gibt eine ganze Reihe von Mythen, die sich um das Haarwachstum ranken. Doch nicht alle davon sollten Sie glauben. Wir verraten Ihnen, welche wahr sind und welche nicht.

Haarige Mythen unter der Lupe

  1. Durch das Schneiden der Spitzen lässt sich das Haarwachstum beschleunigen
    Stimmt nicht. Durch einen regelmäßigen Spitzenschnitt bekommen Sie nicht schneller lange Haare. Trotzdem empfiehlt es sich, alle 4 bis 6 Wochen die Spitzen schneiden zu lassen. Das Haar sieht dadurch an den Enden gesünder und voller aus.
  2. Mondphasen beeinflussen das Haarwachstum
    Stimmt nicht. Jedenfalls konnte bisher wissenschaftlich nicht belegt werden, dass Haare schneller wachsen, wenn sie während bestimmter Mondphasen geschnitten werden.
  3. Dunkles Haar wächst schneller als blondes
    Stimmt nicht. In welchem Tempo ein Haar wächst, ist genetisch vorprogrammiert. Die Haarfarbe hat damit nichts zu tun. Allerdings sind dunkle Haare in der Regel etwas dicker als helle und brechen nicht so schnell ab. Dadurch kann der Eindruck entstehen, Brünette oder Schwarzhaarige hätten einen aktiveren Haarwuchs als Blonde.
  4. Stress begünstigt Haarausfall
    Stimmt. Steht der Körper unter großer Anspannung, werden Stressbotenstoffe ausgeschüttet, die Auswirkungen auf die Haarwuchsregulation haben. Zudem steigt unter anderem die Konzentration des Stresshormons Cortisols im Blut sprunghaft an. Ständiger Stress irritiert auf diese Weise die Talgdrüsen und kann zu vermehrtem Haarausfall führen.
Tipps bei Haarausfall

Die beste NIVEA Pflege für kurzes und langes Haar

Pflege-Tipps: Damit ihr Haar Lange gesund Aussieht

Sie können etwas für gesundes Haarwachstum tun: Geben Sie Ihrem Haar die Pflege, die es braucht und vermeiden Sie Fehler beim Styling. Glänzend schönes Haar müssen Sie seltener schneiden lassen.

Damit Ihr Haar in jeder Wachstumsphase gesund aussieht

  • Stimmen Sie die Haarpflegeprodukte auf Haartyp und -struktur ab.
  • Waschen Sie Ihr Haar mit lauwarmem Wasser. Zu starke Hitze würde den natürlichen Schutzfilm der Haare angreifen und die Kopfhaut reizen.
  • Entwirren Sie Ihr Haar möglichst im handtuchtrockenen Zustand. Verworrene Strähnen zunächst mit einem grobzinkigen Kamm lösen und anschließend mit einer Naturhaarbürste bürsten.
  • Verwenden Sie regelmäßig eine Spülung, die Sie sparsam in Längen und Spitzen einarbeiten. Sie versorgt das Haar nach dem Reinigen mit Pflegestoffen und versiegelt die Schuppenschicht der Haare.
  • Dank einer höheren Konzentration an Inhaltsstoffen verwöhnt eine wöchentliche Haarkur noch intensiver. Ihre Formeln wirken länger ein, haben einen glättenden und glänzenden Effekt.
  • Insbesondere coloriertes Haar braucht Extrapflege, damit die Farbbrillanz möglichst lange erhalten bleibt. Am besten geeignet sind Pflegeserien, die speziell auf die Bedürfnisse dieses Haartyps abgestimmt sind.
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit strapaziöse Hitzestylings. Föhnen Sie das Haar nur bei mittlerer Hitze und arbeiten Sie im Vorfeld eine Sprühkur zum Schutz ein. Oder probieren Sie mal schonende Styling-Varianten für Locken und glatte Haare aus.
  • Verwenden Sie am besten Haargummis, Spangen und Klammern ohne Metallkomponenten. Drückt das Metall über längere Zeit auf das Haar, kann dies zu Haarbruch führen.

Haarspitzen brauchen besonders viel Aufmerksamkeit

Spalten sich die Haarspitzen in einzelne Haarfasern auf, ist das ein Zeichen dafür, dass ihnen Feuchtigkeit fehlt. Geben Sie nach der Haarwäsche eine Spülung oder eine Haarkur in die Spitzen, um sie mit Pflegestoffen zu versorgen. Langfristig hilft gegen Spliss nur ein Besuch beim Friseur.

Fördert eine Kopfmassage das Haarwachstum?

Stress setzt nicht nur unserem Gemüt, sondern langfristig auch den Haaren zu. Eine Kopfmassage kann zwar nicht das Haarwachstum beschleunigen, aber Spannungen lösen und Stress mindern. Außerdem regt sie die Talgproduktion an.

Gönnen Sie gestresster Kopfhaut eine Auszeit

  • Massagen lösen Verkrampfungen und fühlen sich angenehm an. Damit sind sie ideal, um sich in stressigen Phasen eine kurzzeitige Auszeit zu nehmen.
  • Eine Kopfmassage regt die Aktivität der Talgdrüsen an, was sich positiv bei trockener Kopfhaut und trockenen Haaren auswirken kann. Abzuraten ist von einer Massage bei eher fettigen Haaren oder sogenannten fettigen Schuppen.
  • Für eine möglichst schonende Massage ohne strapazierende Reibung geben Sie am besten eine Spülung (beim Duschen) oder etwas Öl auf die Finger. Besonders gut eignet sich Kokosöl für die Haare.
  • Nachdem Sie etwas Öl auf die Kopfhaut aufgetragen haben, lassen Sie mit sanften Druck die Fingerkuppen einige Minuten über den Kopf wandern.
  • Beginnen Sie am Haaransatz der Stirn und arbeiten sich mit kreisenden Bewegungen über den Oberkopf bis zum Nacken vor. Danach sind die Schläfen und die Ohrenpartien an der Reihe.
  • Nach der Wellnessanwendung genießen Sie am besten das entspannte Gefühl. So kommen Sie richtig zu Ruhe und tanken neue Energie, die Ihr Körper auch für das Wachstum und gesund aussehende Haare benötigt.
Anti-Stress-Tipps

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